Cloud-Gewinne dominieren Amazons Bilanz im zweiten Quartal

Amazon Web Services erwirtschaften einen größeren Profit als das Handelsgeschäft. Letzteres schreibt im Gegensatz zum Vorjahreszeitraum schwarze Zahlen. Auch der Umsatz steigt um 39 Prozent auf 52,89 Milliarden Dollar.

Amazons Cloud-Sparte hat im zweiten Quartal 2018 zumindest beim operativen Gewinn das traditionelle Handelsgeschäft überflügelt. 1,64 Milliarden Dollar (plus 79 Prozent) Überschuss weist die Bilanz für den Geschäftsbereich Amazon Web Services (AWS) aus. Der Online-Handel erbrachte Amazon indes einen operativen Profit von 1,34 Milliarden Dollar. Im Vorjahreszeitraum war es ein Verlust von 288 Millionen Dollar.

Amazon (Bild: Amazon)Der Nettogewinn kletterte zudem deutlich von 197 Millionen Dollar im Vorjahr auf jetzt 2,53 Milliarden Dollar. Auch beim Umsatz erzielte Amazon ein klares Plus: 52,89 Milliarden Dollar entsprechen einem Zuwachs von 39 Prozent.

Allerdings übertrifft nur der Gewinn mit 5,07 Dollar je Aktie die Erwartungen von Analysten, die 2,50 Dollar je Anteilsschein bei Einnahmen von 53,38 Milliarden Dollar vorausgesagt hatten. Anleger beurteilten die Bilanz trotzdem positiv. Im nachbörslichen Handel stieg der Preis der Amazon-Aktie um 3,24 Prozent oder 58,50 Dollar auf 1866,50 Dollar – was sogar über dem aktuellen 52-Wochen-Hoch von 1863,84 Dollar liegt.

Amazon mit Rekordgewinn (Grafik: Statista)Grafik: Statista

Auch Amazons Handelsgeschäft legt beim operativen Gewinn deutlich zu

Den hohen Gewinn hat Amazon aber nicht nur dem Cloudgeschäft zu verdanken. Der operative Profit des Handelsgeschäfts in den USA vervierfachte sich nämlich gegenüber dem Vorjahr auf 1,84 Milliarden Dollar. Der Verlust des internationalen Handelsgeschäfts schrumpfte zudem von 724 auf 494 Millionen Dollar. Der Umsatz von Amazon Web Services kletterte indes um 49 Prozent auf 6,1 Milliarden Dollar, während die operativen Kosten nur um 40 Prozent stiegen.

In einer Pressemitteilung hob Amazon-CEO Jeff Bezos zudem die Bedeutung des Sprachassistenten Alexa hervor. „Wir wollen, dass unsere Kunden Alexa überall einsetzen können. Mittlerweile gibt es Zehntausende von Entwicklern in mehr als 150 Ländern, die neue Geräte mit dem Alexa Voice Service entwickeln, und die Zahl der Alexa-fähigen Geräte hat sich im vergangenen Jahr mehr als verdreifacht. Unsere Partner entwickeln eine Vielzahl neuer Alexa-fähiger Geräte und Erfahrungen, darunter Soundbars von Polk und Sonos, Kopfhörer von Jabra, Smart Home Geräte von ecobee und First Alert, Windows 10 PCs von Acer, HP und Lenovo sowie Autos von Automobilherstellern wie BMW, Ford und Toyota.“

Im laufenden dritten Quartal rechnet Amazon nun Einnahmen zwischen 54 und 57,5 Milliarden Dollar beziehungsweise einem Umsatzwachstum von bis zu 31 Prozent. Der operative Gewinn soll auf 1,4 bis 2,4 Milliarden Dollar ansteigen – im dritten Quartal 2017 wies die Bilanz im Vergleich dazu magere 347 Millionen Dollar aus.

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