Microsoft meldet erstmals Jahresumsatz von mehr als 100 Milliarden Dollar

110,36 Milliarden Dollar entsprechen einem Plus von 14 Prozent. Auch der Gewinn legt im zweistelligen Bereich zu. Im nachbörslichen Handel knackt der Kurs der Microsoft-Aktie das aktuelle 52-Wochen-Hoch.

Microsoft hat die Bilanz für das vierte Fiskalquartal sowie das Geschäftsjahr 2018 vorgelegt. Beide Rechnungsperioden schloss das Unternehmen mit einem deutlichen Umsatzplus ab. Von April bis Juni kletterte der Umsatz um 17 Prozent auf 30,085 Milliarden Dollar. Ein Plus von 14 Prozent beschert Microsoft zudem einen Jahresumsatz von 110,36 Milliarden Dollar. Damit hat der Softwarekonzern erstmals in seiner Geschichte in zwölf Monaten mehr als 100 Milliarden Dollar eingenommen.

Microsoft-Schild vor Gebäude 99 des Redmond-Campus (Bild: Microsoft)Der Gewinn entwickelte sich indes weniger positiv. Zwar erhöhte sich der Überschuss nach GAAP im vierten Fiskalquartal um 10 Prozent auf 8,873 Milliarden Dollar, den Jahresgewinn 2017 von 25,5 Milliarden Dollar verpasste Microsoft indes deutlich. 16,571 Milliarden Dollar entsprechen einem Rückgang von 35 Prozent.

Allerdings wird das Jahresergebnis durch eine einmalige Steuerzahlung von 13,7 Milliarden Dollar belastet, die sich aus dem Tax Cuts and Jobs Act 2017 ergeben. Microsoft hat die Steuerreform – wie viele andere Unternehmen auch – genutzt, um im Ausland geparkte Gewinne in die USA zurückzuholen. Ohne diese einmalige Belastung wäre der Gewinn um rund 18 Prozent gestiegen.

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Im nachbörslichen Handel legte der Kurs der Microsoft-Aktie deutlich zu. Nachdem das Papier den Handelstag mit einem Minus von 0,68 Prozent beendete, stieg der Preis nach Börsenschluss um 3,26 Prozent auf 107,80 Dollar. Das aktuelle 52-Wochen-Hoch liegt bei 106,50 Dollar.

Microsofts größter Geschäftsbereich ist nach wie vor die More Personal Computing Group, zu der das Consumer-Geschäft mit Windows-Lizenzen gehört. Sie nahm 10,8 Milliarden Dollar im vierten Fiskalquartal ein, 17 Prozent mehr als vor einem Jahr. Dicht dahinter folgt die Sparte Productivity and Business Processes mit 9,7 Milliarden Dollar (plus 13 Prozent). Die Intelligent Cloud spülte 9,6 Milliarden Dollar in Microsofts Kasse, was einem Plus von 23 Prozent entspricht.

Gemessen am operativen Gewinn war Cloud Computing mit 3,9 Milliarden Dollar im vierten Fiskalquartal Microsofts wichtigste Einnahmequelle. Die Productivity and Business Processes Group erwirtschaftete 3,5 Milliarden Dollar. Die „geringste“ Profitabilität erreichte jedoch die Sparte More Personal Computing, die trotz des größten Umsatzes lediglich auf 3 Milliarden Dollar Profit kam.

Im laufenden ersten Quartal des Geschäftsjahrs 2019 rechnet Microsoft nun mit Einnahmen zwischen 27,35 und 28,05 Milliarden Dollar. Das erste Quartal des Geschäftsjahres 2018 hatte Microsoft mit einem Umsatz von 24,5 Milliarden Dollar abgeschlossen.

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