Microsoft Remote Desktop unterstützt Samsung DeX

Die Beta-Version von Remote Desktop für Android kann nun fast die gesamte Arbeitsfläche für die Remote Session nutzen. Bald soll auch die stabile Version über DeX-Support verfügen.

Die aktuelle Beta-Version von Microsoft Remote Desktop für Android unterstützt den Desktop-Modus Samsung DeX der auf Galaxy-Smartphones Galaxy S8, S8+, S9, S9+ und Galaxy Note 8 zur Verfügung steht. Die App ließ bisher keine Anpassung der Fenstergröße zu, sodass ein sinnvolles Arbeiten mit einem entfernten Windows-Desktop nicht möglich war.

Microsoft Remote Desktop Beta für Android unterstützt Samsung DeX (Bild: ZDNet.de)

Die aktuelle Beta-Version unterstützt zwar noch immer keine Fensteranpassung, nutzt aber jetzt nahezu den kompletten DeX-Desktop. Lediglich die Taskleiste von Samsung DeX ist noch sichtbar, wenn das Programm aktiv ist. Das Kopieren von Text aus einer Windows-Anwendung in eine Android-App funktioniert. Der Austausch eines Bilds über die Zwischenablage gelingt hingegen nicht.

Die DeX-Unterstützung von anderen Microsoft-Anwendungen ist inzwischen ebenfalls besser als noch vor einigen Monaten. So kann man nun in Office-Anwendungen und Outlook Inhalte mit dem Mausrad durchblättern. Zuvor war dies nur über die Scrollleiste mit der Maus möglich.

Um ein kompatibles Galaxy-Smartphone im Desktop-Modus betreiben zu können wird eine Docking-Station benötigt. Mit der DeX Station und dem DeX Pad stehen zwei Varianten zur Auswahl, die ab etwa 50 Euro im Handel erhältlich sind.

Die neue DeX-Version, die Samsung zusammen mit dem Update auf Android 8 aktualisiert hatte, bietet nicht nur eine verbesserte Unterstützung von Monitoren mit bis zu einer Auflösung von 2560 x 1440 Bildpunkten und erweiterte MDM-Funktionen, sondern verbessert die Kompatibilität von Android-Apps zur Samsung Desktop-Oberfläche erheblich.

Samsung DeX: App-Modi (Bild: Samsung)Mit der Einstellung „Samsung DeX Labs“ verhalten sich Apps mit einer festen Fenstergröße wie Anwendungen, die eine Größenanpassung des Programmfensters erlauben (Bild: Samsung).

Die Aktivierung der Einstellung „Samsung DeX-Labs“ sorgt dafür, dass viele Apps, die den Desktop-Modus offiziell nicht unterstützen, zumindest eine Anpassung der Fenstergröße erlauben. Bisher konnte man das Fenster einer App nur anpassen, wenn der Entwickler in der App-Konfigurationsdatei „manifest“ den Eintrag android:resizeableActivity=“true“ hinzugefügt hat. Manche Apps reagieren auf die Einstellung jedoch nicht, sodass eine Anpassung der Fenstergröße nicht möglich ist.

Samsung DeX-Labs (Screenshot: ZDNet.de)

Samsung weist darauf hin, dass die neue Einstellung nicht offiziell unterstützt wird. Es könne mit einigen Apps zu Problemen kommen. Will man die neue Funktion dennoch nutzen, muss man Samsung DeX neustarten. Dazu nimmt man das Galaxy-Smartphone einfach aus der DeX-Station und setzt es wieder ein.

In der Praxis bewirkt diese Einstellung einen erheblichen Fortschritt für DeX-Anwender. Teamviewer QuickSupport lässt sich beispielsweise erst mit der Einstellung „Samsung DeX-Labs“ sinnvoll nutzen. Zuvor war die feste Fenstergröße der App dafür verantwortlich, dass bei einer Fernsteuerungssitzung das übertragene Bild des entfernten Rechners in dem kleinen App-Ausschnitt angezeigt wurde. Nun ist auch eine Vollbildübertragung möglich, sodass QuickSupport sinnvoll eingesetzt werden kann.

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