HTC: Juni-Umsatz fällt um 68 Prozent

Im Vergleich zum Vorjahr sind seit Januar die Umsätze um 49 Prozent zurückgegangen. 22 Prozent der Angestellten will das Unternehmen entlassen.

HTC hat aktuelle Zahlen zum Umsatz veröffentlicht. Demnach verbucht das Unternehmen im Juni Einnahmen in Höhe von 2,23 Milliarden Taiwan-Dollar (62,5 Millionen Euro). Seit Jahresbeginn hat es insgesamt 15,56 Milliarden Taiwan-Dollar (437 Millionen Euro) eingenommen.

HTC U12+ in Translucent Blue (Bild: HTC)Das neue U12+ hat bisher in HTCs Bilanzen noch keine positiven Spuren hinterlassen (Bild: HTC).

Gegenüber dem Vorjahresmonat bedeutet dies einen Umsatzrückgang von knapp 68 Prozent und gegenüber Mai ein Minus von knapp 9 Prozent. HTC leidet seit 2012 unter sinkenden Umsätzen und zwar in beträchtlichem Ausmaß. 2016 ging der Umsatz um 35 Prozent zurück, 2017 um 20 Prozent und in den ersten sechs Monaten dieses Jahres summiert sich das Umsatzminus auf über 49 Prozent.

Offenbar konnte das im Mai vorgestellte neue Smartphone-Flaggschiff HTC U12+, das seit Juni im Handel erhältlich ist, die Einnahmesituation nicht nachhaltig verbessern.

Bleiben Sie in Kontakt mit ZDNet.de

 

ZDNet-Newsletter

Täglich alle relevanten Nachrichten frei Haus.

Jetzt anmelden!

 

Bereits vor einer Woche hatte das Unternehmen Entlassungen angekündigt. 1500 Angestellte oder ungefähr 22 Prozent seiner Arbeitskräfte sollen den Job verlieren. „Der heutige Personalabbau in der Fertigung ist ein entscheidender Schritt bei der Neuausrichtung der Ressourcen im gesamten Unternehmen und ermöglicht eine flexiblere Betriebsführung“, teilte Patrick Seybold, Vice President of Communications bei HTC, in einer E-Mail mit.

Im Jahr 2012 war HTC, das fast den gesamten Umsatz mit Smartphones erwirtschaftet, laut IDC die Nummer 4 der Smartphone-Hersteller weltweit. Im Jahr 2014 ist es dann hinter Samsung, Apple, Xiaomi, Lenovo und LG zurückgefallen. Unter den größten Smartphone-Herstellern taucht das für seine eleganten und qualitativ hochwertigen Smartphones bekannte Unternehmen schon länger nicht mehr auf.

Smartphonemarkt: Marktanteile in Prozent Q1/2018 (Grafik: ZDNet.de, Daten: Strategy Analytics)

Tipp: Sind Sie ein Android-Kenner? Überprüfen Sie Ihr Wissen – mit 15 Fragen auf silicon.de

HIGHLIGHT

Report: Entwicklung der Cloud-Nutzung

McAfee befragte im Rahmen der jährlichen Forschungsstudie zur Cloud-Sicherheit und der Migration zur Cloud mehr als 1.400 IT-Experten. Dieser Bericht zeigt den Stand der Dinge bei Cloud-Sicherheit auf und bietet praktische Hinweise. Jetzt herunterladen!

Themenseiten: HTC, Quartalszahlen

Fanden Sie diesen Artikel nützlich?
Content Loading ...
Whitepaper

ZDNet für mobile Geräte
ZDNet-App für Android herunterladen ZDNet-App für iOS

Artikel empfehlen:

Neueste Kommentare 

1 Kommentar zu HTC: Juni-Umsatz fällt um 68 Prozent

Kommentar hinzufügen
  • Am 30. August 2018 um 22:40 von Alexander Oehms

    Das hat HTC sich leider selber zu zu schreiben, sie ignorieren nicht nur die wünsche der Kunden sondern ebenfalls diverse Richtlinien oder Bestimmungen z.b. zu Googles Update vorgaben zu Android One oder die GPL. Seit drei Jahren ist den Kunden die Sicherheit der Geräte immer wichtiger, dies ist HTC egal. Flaggschiffe laufen hier oftmals mit 10 Monate altem Sicherheitpatch und die kleineren Modelle noch älter. Versions Updates dauern in der Regel ca 6 Monate wenn sie denn Überhaupt kommen. HTC hat ihren Kunden in den letzten Jahren so viele versprechen gemacht und genau so viele auch gebrochen. Die Innovation die HTC sehr gut macht ist leider lediglich auf den Hardware Bereich begrenzt und die Firma macht auch keinerlei versuche dies zu ändern. Deshalb sind seit 2011 (bestes Jahr für HTC) bis 2017 sage und schreibe 90% der Kunden von HTC zu anderen gewechselt. Wenn man die Berichte über den Zustand der Firma im letzten Jahr verfolgt wäre es sehr verwunderlich wenn wir nach 2019 noch HTC Smartphones sehen werden.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *