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Google Play Music könnte bald Geschichte sein

Seit 2015 gibt es bereits Youtube Music, allerdings nicht hierzulande. Nun scheint es, als ob Google den bisher betriebenen Musikstreamingdienst Play Music zugunsten von Youtube Remix einstellen könnten. Das will jedenfalls DroidLife von einem Informanten erfahren haben. Demnach wird Play Music bereits 2018 den Betrieb einstellen.

Ein Google-Sprecher kommentiert die Gerüchte gegenüber DroidLife folgendermaßen: „Wir haben bereits die Kombination der Produktteams YouTube Music und Google Play angekündigt – Musik ist für Google sehr wichtig, daher ist es wichtig, dass wir ein Angebot haben, das die Bedürfnisse von Konsumenten und Künstlern erfüllt. Für die Benutzer ändert sich heute nichts, und wir werden sie rechtzeitig informieren, bevor Änderungen vorgenommen werden.“

Bereits im Dezember tauchten Gerüchte auf, wonach Google mit den Plattenlabels über ein neues Streamingangebot namens Youtube Remix verhandele. Stand Dezember 2017 sollte dieser bereits im März an den Start gehen. Das berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf Insider.

Neben der Warner Music Group, eines der drei weltweit größten Labels, soll die Alphabet-Tochter auch mit Sony Music Entertainment und Universal Music Group verhandeln. Daneben soll es auch mit dem Independet-Konsortium Merlin Gespräche geben.

„Bald“ ist bei Google relativ. Seit der Veröffentlichung der App YouTube Music 2015 warten deutsche Nutzer auf die Verfügbarkeit hierzulande (Screenshot: ZDNet.de).

Bereits seit 2015 bietet Youtube in den USA eine eigenständige Music-App an. Sie wurde entwickelt, um „ein vollkommen neues Erlebnis zu bieten“ und die „Entdeckung von Music auf Youtube einfacher zu machen als je zuvor“, schrieb seinerzeit T. Jay Fowler, Direktor für Produktmanagement bei Youtube, in einem Blogeintrag. Beim damaligen Start des Services hatte Google auch eine deutschsprachige Webseite veröffentlicht, auf der die Rede war, dass der Dienst „bald“ in Deutschland verfügbar sei. Knapp drei Jahre später hat sich daran nichts geändert.

Möglicherweise wird der Konzern auf seiner Entwicklerkonferenz I/O Anfang Mai weitere Details zu den Plänen verraten. Ob der Neustart seiner Streamingplattform für Google Erfolg bringt, steht allerdings auf einem anderen Blatt. Mit Spotify, Apple Music oder Amazon Music sind starke Mitbewerber am Markt. Und dass die Bemühungen Googles nicht immer erfolgreich verlaufen, zeigt die Entwicklung von Messengern. Hier geben ebenfalls andere Firmen den Ton an.

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Kai Schmerer

Kai ist seit 2000 Mitglied der ZDNet-Redaktion, wo er zunächst den Bereich TechExpert leitete und 2005 zum Stellvertretenden Chefredakteur befördert wurde. Als Chefredakteur von ZDNet.de ist er seit 2008 tätig.

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