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Google-Messenger Chat soll SMS ablösen

Google pausiert nach eigenen Angaben die Weiterentwicklung seines intelligenten Messengers Allo. Stattdessen will sich das Unternehmen auf eine Chat genannte App konzentrieren, die es als Android-Alternative zu Apples iMessage positioniert. Sie basiert auf dem Standard Rich Communications Services (RCS), der die SMS um neue Funktionen erweitern soll.

Textnachrichten gehören heute dank Messaging-Apps wie WhatsApp zu den wichtigsten Kommunikationsformen auf mobilen Geräten. Angesichts ihres geringen Funktionsumfangs gelten SMS und auch MMS als technisch überholt. Nutzer wollen heute nicht nur Nachrichten verschicken, sondern auf Fotos, Videos und Dateien. Auch die Möglichkeit zu sehen, dass das Gegenüber gerade eine Nachricht schreibt oder einen Text gelesen hat, bietet die SMS nicht.

RCS, ursprünglich unter der Bezeichnung Joyn vorgestellt, ich ein mobiler Messaging-Dienst der Mobilfunkindustrie, der unter Leitung des Branchenverbands GSMA entwickelt wird. Die Mobilfunkanbieter wollen mit seiner Hilfe die Marktanteile zurückerobern, die sie in den vergangenen Jahren an WhatsApp, Facebook Messenger, Apple iMessage oder Google Hangouts verloren haben.

Hierzulande ist das Interesse an dem möglichen SMS-Nachfolger gemischt. Telekom und Vodafone bieten Apps für Android und iOS an, die den Standard unterstützen. Deutschlands größter Provider O2 zog sich jedoch 2017 aus der Entwicklung zurück.

Den Messenger Allo hatte Google 2016 vorgestellt. Er kombiniert klassische Messaging-Funktionen mit dem Google Assistant. Er kann in Chats einbezogen werden und benötigte Informationen liefern, ohne die App zu verlassen. Mit mehr als 10 Millionen Installationen im Play Store ist der Erfolg von Allo zumindest im Vergleich zu WhatsApp, das auf mehr als eine Milliarde Installationen kommt, als bescheiden einzustufen.

RCS wird indes nicht nur von Mobilfunkanbietern, sondern auch von Geräteherstellern unterstützt. Ob das reicht, um beispielsweise WhatsApp-Nutzer zu einem Umstieg auf RCS zu bewegen, bleibt abzuwarten.

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Stefan Beiersmann

Stefan unterstützt seit 2006 als Freier Mitarbeiter die ZDNet-Redaktion. Wenn andere noch schlafen, sichtet er bereits die Nachrichtenlage, sodass die ersten News des Tages meistens von ihm stammen.

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