iPhone X: Verkäufe erzielen 35 Prozent des weltweiten Gewinns bei Smartphones

Im vierten Quartal 2017 hielten sich acht iPhone-Modelle in den Top 10 der gewinnbringendsten Smartphones. Apple kann auch noch ältere Geräte mit inzwischen geringeren Herstellungskosten gut abverkaufen. Chinesische Hersteller verbessern ihre Gewinne durch High-End-Modelle.

Apples iPhone X hat im vierten Quartal 2017 mit Abstand die höchsten Gewinne im Smartphonemarkt eingefahren, meldet Counterpoint Research. Unter den zehn gewinnbringendsten Smartphones hielten sich zudem insgesamt acht Geräte von Apple, da auch ältere iPhones mit inzwischen geringeren Herstellungskosten im Wettbewerb noch gut mithalten.

iPhone X (Bild: Apple)

Weiterhin gut im Rennen sind daher auch iPhone 8, iPhone 8 Plus, iPhone 7, iPhone 7 Plus, iPhone SE, iPhone 6S – sowie iPhone 6, das Apple in vielen Ländern noch als sein erschwinglichstes Smartphone anbietet. Mit Galaxy Note 8 und Galaxy S8+ war nur noch Samsung in den Top 10 der Gewinnbringer vertreten.

Die Angaben beruhen auf aktuellen Schätzungen, da der iPhone-Hersteller die Verkaufszahlen einzelner Modelle nicht nennt. Die Marktforscher von Counterpoint geben an, dass sie bei ihrer Analyse Informationen von befragten Auftragsfertigern berücksichtigen und laufend die Kostenentwicklung der verbauten Smartphone-Komponenten verfolgen.

Apple allein sammelte demnach 86 Prozent der insgesamten Gewinne im Smartphonemarkt ein. Laut Counterpoint konnte Apple im fraglichen Quartal allein aus dem iPhone X den fünffachen Gewinn herausholen als zusammengerechnet über 600 Android-Hersteller mit ihren Geräten. Apples Spitzenmodell habe für 21 Prozent der gesamten Branchenumsätze und 35 Prozent der Branchengewinne gesorgt.

(Bild: Counterpoint)

Counterpoint-Analyst Karn Chauhan weist außerdem darauf hin, dass die weltweiten Gewinne im Smartphonemarkt im Jahresvergleich um 1 Prozent sanken, während Apple immerhin noch um 1 Prozent zulegen konnte. Er sieht die Hersteller unter zunehmendem Druck in einem gesättigten Markt mit längeren Austauschzyklen. Im Aufwind sieht er jedoch chinesische OEM-Hersteller wie Huawei, Oppo und Vivo mit einem zunehmend höheren Anteil von Geräten im mittleren und High-End-Bereich. Huawei habe seinen Gewinn gegenüber dem Vorjahr um 59 Prozent steigern können.

Laut IDC konnte Apple inzwischen auch bei den Stückzahlen überholen und verkaufte im vierten Quartal mehr Smartphones als Samsung. IHS Markit attestierte dem iPhone-Hersteller außerdem einen Vorteil bei den Materialkosten, die beim iPhone X niedriger als beim Samsung Galaxy S9+ lagen. Für Überraschung sorgte im letzten Monat, dass auch bei Apple ein Preisverfall zu beobachten war – seine Spitzenmodelle iPhone 8 und iPhone X gab es im freien Handel bis zu 200 Euro günstiger.

Themenseiten: Apple, Marktforschung, Mobile, Samsung, Smartphone, iPhone

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7 Kommentare zu iPhone X: Verkäufe erzielen 35 Prozent des weltweiten Gewinns bei Smartphones

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  • Am 19. April 2018 um 13:45 von tom's opinion

    Marktanteil vs. Gewinn. Wer nun immer noch nicht versteht, dass er für ein iPhone unverhältnismäßig viel für die Aktionäre bezahlt, dem ist nicht zu helfen.
    Kommt mir nun nicht mit „ja, aber der Service, der lange Support etc.“.. ist alles eingepreist und TROTZDEM purzeln da exorbitante Gewinne bei raus. Bei einem iPhone zahlt man halt locker ein viertel des Kaufpreises nur um die Kassen von Apple und den Aktionären zu füllen – ohne Gegenwert, denn der ist ja auch ohne das mehr an Gewinn bezahlt.

    • Am 19. April 2018 um 17:37 von Keine Ahnung

      Gilt bei Samsungs und Googles 1.000€ Smartphones natürlich nicht. Alles klar.

      Mir ist noch nie klar geworden, warum manche krampfhaft versuchen anderen vorschreiben zu wollen, was sie sich kaufen sollten, und was nicht.

      Ich habe noch nie erlebt, dass jemand im Bekanntenkres aktiv Besitzer von preisgünstigen Smartphones für blöd erklärt hat, weil diese ja keinen support und keine Qualität kriegen würden.

      Bei Apples iPhone meint jeder wissen zu müssen, was die einzig richtige Meinung sei.

      • Am 19. April 2018 um 20:40 von tom's opinion

        na ganz offensichtlich nicht, Note 8 3,9% der Gewinne, S8plus 1,7%.
        Der Rest ihres Postes hat weder etwas mit dem Artikel noch meinem Post zu tun. Wo spreche ich von einer Meinung? Es geht hier blanke Zahlen. Sie können kaufen was immer sie wollen, nur nicht ignorien was die Zanlen sagen. Es geht um Einsicht, nicht um Verweigerung. Sie scheinen aber ein grundsätzliches Textverständnisproblem zu haben.

        • Am 20. April 2018 um 7:52 von Noch weniger Ahnung

          Nackte Zahlen? Ich gebe gerne das Kompliment zurück: Mathematik scheint Ihre Stärke nicht zu sein.

          Sind Sie schon mal auf die nicht allzu komplizierte Idee gekommen, dass Samsung schlicht von der Stückzahl her zu wenige Note 8 und S8Plus verkauft haben könnte, um einen Anteil von mehr als 3,9% bzw. 1,7% an den Gesamtgewinnen zu erhalten?

          Die Gesamtgewinne erhalten Sie, indem Sie die Anzahl der verkauften Geräte mit dem Gewinn je Gerät multiplizieren. Beim Note 8 ergibt das 3,8%. Und wenn die Gesamtgewinne gering sind, kann entweder ein geringer Gewinn je Gerät, oder aber eine geringe Zahl an verkauften Geräten die Ursache sein. Wenn Sie 1.000% Gewinn einstreichen, aber nur drei Geräte verkaufen, liegt der Gesamtgewinn bei nahe Null.

          Na, und wenn Samsung dann im Portfolio 90% preisgünstige Smartphones verkauft, die je Gerät kaum Gewinn abwerfen, dann haben sie eine hohe Stückzahl, aber wenig Gewinn. Dann haben Sie einen hohen Marktanteil, aber eben nur einen geringen Gewinn.

          Das kann man, negativ ausgedrückt, verramschen nennen, um irgendwie Marktanteile zu erhalten.

          Das zeugt davon, dass Samsung den Analysten auf den leim gegangen ist, die seit Jahren predigen, Marktanteile sei die wichtigste Kennzahl. Offensichtlich ist der Gewinn je Gerät aber wichtiger.

          Und in der Marktwirtschaft ist die wichtigste Größe eines Unternehmens die Höhe des Gewinns, nicht der Marktanteil.

          Mein letzter Punkt ist, dass Sie offensichtlich den Leuten zu erzählen versuchen, dass Sie genauer wüssten, was ihnen ihr Gerät wert sein sollte. Ich denke, dass sie das genau wissen. Denn wenn ein Gerät nicht mit dem gefühlten Wert übereinstimmt, wird es nicht gekauft. Tatsächlich scheint das iPhone X für viele so einen hohen Wert zu besitzen, dass es trotz hohem Gewinn gekauft wird.

          In Ihren Zahlen steckt eben, offen trauen Sie sich nicht das zu schreiben, dass das iPhone X zu teuer sei, aber offensichtlich sehen das die Käufer nicht so.

          Leben Sie damit, dass Sie eine Meinung haben, die offensichtlich viele andere nicht teilen. Oder, Ihnen wird nicht zu helfen sein.

        • Am 20. April 2018 um 8:09 von Hi, hi...

          …ganz offensichtlich doch!
          Vom gesamten Gewinn (100%) gehen etwa 35% an Apples iPhone X und nur knapp 4% an das Note 8. Die Frage ist doch, wieviele Geräte wurden vom jeweiligen Modell verkauft!? Die Aussage 35 bzw. 3,9% hat so überhaupt nichts mit der Gewinnspanne des einzelnen Smartphone-Modells zu tun.
          Und natürlich sind iPhone zu teuer (wie auch Pixel, Galaxy S, Huawei Pxx). ich würde mir trotzdem lieber alle paar Jahre ein iPhone holen als einen Androiden. Zumindest im Moment noch. Das heißt ja nicht, dass sich das nicht mal ändern kann.
          Soviel zu Deiner „Meinung“!

          • Am 20. April 2018 um 18:16 von tom's opinion

            Nein, die Frage ist wie hoch die Bruttomarge und die Nettomarge ist. Die Zahlen am Gesamtgewinn zeigen nur deutlich, dass Apple mit einem Marktanteil von nur etwa 15% am Gesamtmarkt, alleine mit dem X, dem 8 und 8Plus 70% der Gewinne einstreicht.
            Da nutzt die rumlamentiererei nix. Und nochmal ich hab keine Meinung geäußert wer was zu kaufen hat oder nicht, sondern klar gemacht, dass, WER ES IMMER NOCH NICHT VERSTEHT, dass mann bei Apple für die Aktionäre bezahlt, dem nicht mehr zu helfen sei. Wer es versteht und trotzdem kauft, tut es wissentlich, soll er machen. Aber, und da hab ich eine Meinung, gehe ich davon aus, dass der Großteil genau das eben nicht versteht.
            Der Rest von Euch Beiden ist blanke Unterstellung und von dem ohne Ahnung ein völliges versagen beim Textverständnis.

          • Am 23. April 2018 um 8:22 von Hi, hi...

            …die Frage, ob Brutto- oder Nettomarge stellt sich nicht (bzw. ist für die prozentuale Verteilung recht unerheblich), da hier im selben Produktsegment verglichen wird. Der einzige echte Unterschied bei dieser Betrachtungsweise wäre der absolute Betrag (in Euro oder Dollar).
            Deine Meinung, dass es diejenigen nicht verstehen, dass bei Apple die Aktionäre zufrieden gestellt werden, ist ebenso unerheblich. Zum einen scheinen Apples Produkte, relativ unabhänig vom Preis, die Masse anzusprechen, sind also subjektiv betrachtet nicht ZU teuer und zum anderen ist Deine Sicht einseitig, weil jede ander Firma (und ich meine wirklich JEDE) Luftsprünge machen würde und dabei himmelhoch jauchzen, wenn das Nutzerpotenzial bereit wäre eine ähnlich hohe Gewinnmarge zu generieren. Daraus die Dummheit der Applenutzer zu definieren (während natürlich jeder Androide schlau ist) ist – Entschuldigung – blanke Dummheit.

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