Neue Vorabversion von Windows 10 erlaubt Löschung von Diagnosedaten

Teilnehmern des Windows Insider Program, die den Fast Ring abonniert haben, steht eine neue Vorabversion des kommenden Funktionsupdates für Windows 10 zur Verfügung. Das Build 17093 bringt Verbesserungen für den Browser Edge, die Sicherheit des Betriebssystems, Bluetooth und die Einstellungen-App. Auch die versprochene Löschung von Diagnosedaten ist ab sofort möglich.

Auch die Verbindung mit Bluetooth-Geräten optimiert Microsoft mit Build 19093 (Bild: Microsoft).

Nutzer des Browsers Edge können nun im Vollbildmodus mit einer Mausbewegung am oberen Bildrand die Adressleiste mit den Navigationstasten einblenden. Zuvor war dies nur durch Verlassen des Vollbildmodus möglich. Darüber hinaus erlaubt es Edge nun, Websites ohne Werbung und anderen „Ballast“ auszudrucken. Die Option steht allerdings nicht bei allen Websites im Druckdialog zur Verfügung.

Das Windows Defender Security Center finden Nutzer künftig in der Einstellungen-App unter dem Punkt Windows Security. Neu sind zudem die Menüpunkte Kontoschutz und Gerätesicherheit im Windows Defender Security Center, mit denen Microsoft die Aufmerksamkeit von Nutzern auf integrierte Sicherheitsfunktionen ihres Geräts sowie Optionen zur Anmeldung per Passwort lenken will.

Bestimmte Bluetooth-Geräte lassen sich indes mit dem Build 17093 mit einem Mausklick mit Windows koppeln. Windows zeigt, sobald es ein solches Gerät in Reichweite findet, eine Benachrichtigung an. Ein Klick auf die darin enthaltene Schaltfläche stellt die Verbindung her. Derzeit wird allerdings nur die Surface Precision Mouse unterstützt. Weitere Geräte sollen in Kürze folgen.

Darüber hinaus unterstützt Windows 10 auf weiteren PCs die Wiedergabe von HDR-Videos. Sie soll nicht mehr nur auf ab Werk kalibrierte Bildschirme beschränkt sein. Stattdessen ist es nun möglich, bestimmte Bildschirme auch nachträglich für HDR zu kalibrieren. Die Option findet sich in den App-Einstellungen unter dem Punkt Videowiedergabe.

Weitere Verbesserungen betreffen die Bedienung per Augenbewegung, die Game Bar, die Grafikeinstellungen von Multi-GPU-Systemen, die mehrsprachige Eingabe von Texten, die Einstellungen von App-Berechtigungen und das Windows Subsystem for Linux. Die Entwickler haben aber auch zahlreiche Fehler behoben. Alle Bug-Fixes beschreibt Dona Sarkar, Chefin des Insider-Programms, wie immer in einem Blogeintrag.

Dort berichtet sich auch von noch nicht behobenen Fehlern. Unter anderem kann es bei der Installation neuer Builds vorkommen, dass die Installation über einen längeren Zeitraum bei der Marke von 88 Prozent verharrt. „Bitte seien Sie geduldig, während die Installation vollständig abgeschlossen wird“, rät sie den Windows-Insidern.

Die Entwicklung des kommenden Funktionsupdates für Windows 10 sollte kurz vor dem Abschluss stehen. Laut Microsofts eigenem Zeitplan soll die finale Version im März fertig sein. Die Verteilung beginnt unter Umständen allerdings erst Anfang April.

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[mit Material von Mary Jo Foley, ZDNet.com]

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Stefan Beiersmann

Stefan unterstützt seit 2006 als Freier Mitarbeiter die ZDNet-Redaktion. Wenn andere noch schlafen, sichtet er bereits die Nachrichtenlage, sodass die ersten News des Tages meistens von ihm stammen.

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