Toshiba stellt Helium-Festplatten mit bis zu 14 TByte vor

Die Modellreihe MG07ACA ist für große Rechenzentren und Cloud Computing gedacht. Statt mit SMR erreichen die Laufwerke ihre hohen Kapazitäten mit konventioneller Aufzeichnungstechnik. Das erlaubt ihren Einsatz auch in vorhandenen Server- und Storage-Systemen.

Toshiba hat eine neue Familie von heliumgefüllten Festplatten mit großen Kapazitäten angekündigt, die vor allem für die Betreiber großer Rechenzentren und Cloud-Computing-Anbieter gedacht sind. Die Modellreihe MG07ACA startet mit Festplatten, die im üblichen 3,5-Zoll-Format ein Speichervolumen von 12 oder 14 TByte bieten.

Festplattenserie MG07ACA (Bild: Toshiba)

Eine hohe Speicherdichte bei gleichzeitig niedrigem Strombedarf erreicht der Hersteller, indem er beim 12-TByte-Modell 8 Platter und beim 14 TByte-Modell sogar 9 Platter im Festplattengehäuse unterbringt. Die Gehäuse werden mit Laser-Schweiß-Technik versiegelt, damit das Heliumgas nicht entweichen kann. Die Heliumfüllung soll zu einer im Vergleich zum Vorgängermodell um 50 Prozent besseren Energieeffizienz beitragen. Helium hat nur ein Siebtel der Dichte von Luft, verringert die Scherkräfte und leitet Wärme besser..

Toshiba stellt das 14-TByte-Modell als erste Enterprise-HDD heraus, die eine solche Kapazität mit konventioneller Aufzeichnungstechnologie erreicht. Diese wird als CMR (Conventional Magnetic Recording) oder PRM (Perpendicular Magnetic Recording) bezeichnet. Nicht zum Einsatz kommt die Aufzeichnungstechnik Shingled Magnetic Recording (SMR), bei der Daten wie Schindeln überlappend gespeichert werden – was eine höhere Schreibdichte pro Platter im Vergleich zu PMR ermöglicht.

„Obwohl Enterprise-Server- und Storage-Kunden erkannt haben, dass Shingled Magnetic Recording (SMR) die Festplattenkapazität erhöhen kann, wird die Umstellung auf SMR-HDDs in Server- und Cloud-Systemen noch einige Jahre dauern“, lässt sich dazu John Rydning zitieren, Research Vice President für Festplatten bei IDC. Mit der 14-TByte-HDD könnten daher Enterprise-Kunden die heute höchste im Festplattenmarkt verfügbare Kapazität auch in ihren vorhandenen Server- und Storage-Systemen nutzen.

Toshiba führt die hermetisch versiegelten Festplattenlaufwerke mit Heliumgas Jahre nach seinen Konkurrenten ein, merkt AnandTech an. Mit seiner ersten Helium-Laufwerksgeneration sei es dem Hersteller aber gelungen, die Rivalen Seagate und Western Digital / HGST zu überholen. Toshibas über Jahre hinweg entwickelte Plattform für die HDD-Reihe MG07ACA sei heute die fortgeschrittenste in der Branche.

Der Hersteller hat bereits mit der Bereitstellung von Mustern der Baureihe an Kunden begonnen. Mit der Auslieferung größerer Stückzahlen ist im ersten oder zweiten Quartal 2018 zu rechnen. Preise wurden noch nicht genannt.

Themenseiten: Cloud-Computing, Festplatte, Rechenzentrum, Storage, Toshiba

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