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Microsoft Teams erlaubt Einbindung von Mitgliedern außerhalb der eigenen Organisation

Microsoft Teams steht seit März dieses Jahres in 181 Ländern und 19 Sprachen zur Verfügung. Die Chat-basierten Kollaborationslösung ist Bestandteil von Office 365. Microsoft sieht es als „Schaltzentrale für die Zusammenarbeit verteilter Teams“. Bisher war die Mitgliedschaft in einem „Team“ auf Nutzer der eigenen Organisation beschränkt. Nun können auch Anwender aus anderen Organisationen oder Freelancer Mitglieder in einem virtuellen Team werden. Voraussetzung dafür ist, dass sie Azure Active Directory Nutzen.

Nutzer von Microsoft Teams können aus der Anwendung heraus auf Inhalte, Werkzeuge, Kontakte und Unterhaltungen sowie die Office-Programme Word, Excel, SharePoint und OneNote zugreifen. Teams ist aber auch mit Skype for Business verknüpft.

Zudem können Nutzer festlegen, ob Konversationen öffentlich oder privat sind. Sie haben laut Microsoft Zugang zu mehreren Teams, was den Wechsel zwischen verschiedenen Projekten vereinfachen soll. Tabs, Konnektoren und Bots erlauben es außerdem, Teams an die Bedürfnisse einer Arbeitsgruppe anzupassen. Das soll auch über Microsoft Planner und Visual Studio Team Services möglich sein.

Die Kommunikation im Team ist aber nicht nur auf die Teams-App begrenzt. Jedem Channel in Microsoft Teams kann eine E-Mail-Adresse zugeordnet werden. Nutzer können also auch aus Outlook heraus per E-Mail mit den Abonnenten eines Channels kommunizieren. Ein integrierter Termin-Assistent hilft zudem bei der Organisation von Meetings, die sich auf Wunsch auch auf einzelne Teammitglieder beschränken beziehungsweise als privat einstufen lassen.

Microsoft zufolge sind zum Start von Teams bereits 150 Erweiterungen von Partnern mit SAP, DocuSign und Trello erhältlich. Weitere Add-ons sollen folgen. Teams erfüllt darüber hinaus auch unterschiedliche Compliance-Standards wie die EU-Standardvertragsklauseln, die Service Organization Controls SOC 1 und SOC2 sowie die internationale Norm ISO27001.

Hierzulande haben Kunden von Office 365 Business Essentials und Business Premium sowie Enterprise E1, E3 und E5 ohne Zusatzkosten Zugriff auf Microsoft Teams. Die Kollaborationslösung lässt sich nicht nur im Browser, sondern auch auf mobilen Geräten mit Android, iOS und Windows Phone nutzen. Teams für Android unterstützt bereits zum Start Videotelefonate – diese Funktion sollen die Apps für iOS und Windows Phone in Kürze erhalten.

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Kai Schmerer

Kai ist seit 2000 Mitglied der ZDNet-Redaktion, wo er zunächst den Bereich TechExpert leitete und 2005 zum Stellvertretenden Chefredakteur befördert wurde. Als Chefredakteur von ZDNet.de ist er seit 2008 tätig.

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