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Bericht: Verfügbarkeit von iPhone 8 mit OLED-Display könnte sich verzögern

Weil Apple die Displayeinheit des Jubiläums-iPhone, das entweder iPhone 8, Pro, X oder Edition heißen soll, anders als andere Hersteller baut, soll sich die Lieferung des neuen Top-Smartphones verzögern. Dies will das Wall Street Journal (kostenpflichtiger Account erforderlich) aus nicht genannten Quellen erfahren haben. Gerüchte über einen späteren Marktstart des vermutlich 5,8 Zoll großen Geräts gab es schon häufiger.

Nun gibt es aber einen weiteren Hinweis. War bisher nur angenommen worden, dass Samsung – Apples bisher einziger OLED-Lieferant – die selbstleuchtenden Displays nicht schnell genug herstellen kann, soll die Verzögerung nun auch an der Bauweise liegen. Üblicherweise werden vom Displayhersteller das Panel selbst und die darüber liegende Schicht mit dem Touchscreen als Einheit zusammen hergestellt und an den Smartphonehersteller so geliefert.

Der Youtuber Marques Brownlee hat eigenen Angaben zufolge ein Non-Working-Sample des kommenden iPhone-Jubiläumsmodells erhalten (Bild: Marques Brownlee)

Apple soll dem Journal zufolge Panel und Sensorschicht separat herstellen lassen. Warum das so sein soll, ist bisher nicht bekannt. Möglich ist die Integration eines Laserscanners, der das Gesicht des Nutzers für das Entsperren des iPhones erkennen soll. Dafür soll der Fingerabdrucksensor für Touch-ID wegfallen. Hinweise auf einen neuen Scanner finden sich in aktuellen Versionen von iOS.

Den Berichten zufolge soll das iPhone 8 mit OLED-Display zwar wie geplant am 12. September 2017 angekündigt werden, aber erst im Oktober ausgeliefert werden. Und selbst dann, so frühere Annahmen, soll die Stückzahl stark begrenzt sein. Die beiden anderen erwarteten Modelle, die teils auch als iPhone 7s gehandelt werden, sollen früher verfügbar sein. Zumindest mit einer ersten Charge, die marketinggerecht sofort ausverkauft war, konnte Apple bisher bei einem neuen iPhone in den ersten zehn Tagen nach dessen Vorstellung stets aufwarten.

Die Integration von Lesegeräten für Fingerabdrücke direkt in ein Touchdisplay ist ein Ingenieurskunststück, das bisher auch andere Unternehmen nicht bewältigt haben. Das plante Samsung für sein Galaxy S8, heraus kam aber doch ein Scanner auf der Rückseite. Qualcomm kündigte Mitte 2017 zwar drei solche Sensoren an, die auch unter Wasser funktionieren sollen. Sie arbeiten nicht mehr mit Licht, sondern Ultraschall, und sind aber noch nicht lieferbar. Daher ist frühestens 2018 mit entsprechenden Smartphones zu rechnen.

Nico Ernst

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