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Spotify spielt bei StreamOn der Telekom mit

Auf der IFA in Berlin hat die Deutsche Telekom angekündigt, dass ihre Mobilfunkkunden ab sofort auch den Streaming-Anbieter Spotify per StreamOn nutzen können. Wer die Option bereits aktiviert hat, muss nichts weiter tun. StreamOn ist für Kunden der teureren Handytarife – ab MagentaMobil M –  der Telekom seit April 2017 verfügbar, Spotify war aber nicht unter den ersten Partnern für das Angebot.

Mit StreamOn können MagentaMobil-Nutzer bestimmter Tarife unterwegs mit dem Smartphone Musik hören und Videos anschauen, ohne das Datenvolumen zu belasten (Bild: Telekom).

Hintergründe für den Beitritt von Spotify nannte die Telekom bisher nicht. Unter den Video-Anbietern, die mit Branchengrößen wie Amazon Prime Video und Netflix bereits bei StreamOn vertreten sind, fehlen weiterhin lokale Player wie Maxdome. Der deutsche Provider betonte bisher immer, dass die Teilnahme an StreamOn für die Inhalteanbieter nicht mit Kosten verbunden sein soll.

Weil die gesamten Bedingungen der beteiligten Unternehmen zu StreamOn intransparent sind, sieht sich die Telekom seit dem Start des Dienstes mit Kritik konfrontiert. Bereits seit April 2017 prüft die Bundesnetzagentur, ob das Angebot nicht gegen die Regelungen zur Netzneutralität verstößt. Ein Termin für eine Entscheidung in dieser Sache ist noch nicht absehbar. Was für die Kunden von Vorteil ist – das Datenvolumen wird durch StreamOn-Teilnehmen nicht aufgebraucht – können andere Provider als Nachteil für ihre Kunden ansehen.

Bei den Streaminganbieter, die möglichst viele Nutzer erreichen wollen, ist StreamOn dagegen recht beliebt. Die Liste der teilnehmenden Unternehemen wird ständig erweitert. Neben Spotify sind nun auch die Radiosender Harmony.FM, Hit Radio FFH und Planet Radio darin vertreten.

Streamingmarkt in Deutschland

Inzwischen nutzen 44 Prozent der deutschen Internetnutzer ab 14 Jahren Musikstreamingdienste, wie aus einer repräsentativen Umfrage von Bitkom hervorgeht. Der Digitalverband sieht darin eine anhaltende Entwicklung, da der Nutzeranteil des Musikstreams nun schon im fünften Jahr in Folge zunimmt. 2013 waren es nur 9 Prozent, aber schon 2014 kam der Sprung auf 32 Prozent. 2015 hörten 37 Prozent per Online-Streaming, 2016 bereits 39 Prozent.

Aus der Befragung von 823 Internetnutzern geht außerdem hervor, dass Musikstreamingdienste wie Spotify, Apple Music, Soundcloud und Deezer vor allem bei Jüngeren gut ankommen. Einen solchen Dienst nutzen 61 Prozent der 14- bis 29-Jährigen, während es unter den 30- bis 49-Jährigen und 50- bis 64-Jährigen jeweils 40 Prozent sind. Nur 24 Prozent der Über-65-Jährigen konnten sich bislang mit Musikstreaming anfreunden.

Klarer Marktführer bei Musikstreaming ist Spotify. Per Twitter ließ das Unternehmen im Juni verlauten, dass es nun über 140 Millionen Nutzer verfügt. Das entspricht einem Anstieg binnen eines Jahres um 40 Prozent. Vor fünf Jahren hatte der schwedische Musikstreamingdienst lediglich 15 Millionen Nutzer. Laut Angaben aus dem März befinden sich darunter 50 Millionen zahlende Abonnenten. 90 Millionen bevorzugen also das kostenlose, mit Werbung finanzierte, Angebot.

Spotify Marktführer

Trotz des Starts von Apple Music 2015 kann sich Spotify gut behaupten. Gegenüber Apple hat es einen klaren Vorsprung, was zahlende Abonnenten anbelangt. Während Spotify auf 50 Millionen Nutzer kommt, verfügt Apple Music lediglich über 27 Millionen zahlende Nutzer.

Zahlende Abonnenten: Spotify liegt klar vor Apple (Grafik: Statista).
Nico Ernst

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