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Surface Laptop: Microsoft präsentiert Standard-Notebook

Microsoft hat mit dem Surface Laptop ein reguläres Notebook in herkömmlicher Bauweise angekündigt. Damit unterscheidet sich die Hardware von den bisherigen Surface-Modellen wie etwa dem hybriden Surface Pro, das Tablet und Notebook zugleich sein wollte. Darüber hinaus wird das neue Notebook als erstes Gerät mit der neuen Betriebssystemversion Windows 10 S ausgeliefert, das so etwas wie eine geschlossene Plattform darstellt.

Vom Preis her aber bleibt es in der gehobenen Surface-Kategorie. In den USA wird es ab 999 Dollar erhältlich sein, in Deutschland ab 1149 Euro. Dafür bekommt der Käufer ein 13,5-Zoll-Modell, das nur 1,25 Kilogramm wiegt und mit 14,5 Millimeter auch relativ dünn für ein Notebook ist. An Komponenten sind mindestens die CPU Core i5 aus Intels aktueller Kaby-Lake-Generation, 4 GByte RAM und 128 GByte SSD-Speicher verbaut. Eine Variante mit Core i7, 8 GByte RAM und 256 GByte Storage kostet 1799 Euro. Mit 16 und 512 GByte ist das auf 2499 Euro zu steigern. Die Auslieferung in Deutschland avisiert der Hersteller je nach Modellvariante ab dem 15. Juni oder dem 15. August 2017.

Surface Laptop (Bild: Sarah Tew / CNET.com)

Microsoft hebt außerdem die Tastatur mit „luxuriösem Alcantara-Bezug“ hervor und bietet als Farboptionen Platingrau, Gold, Burgunderrot und Kobaltblau. Zu den Anschlüssen zählen USB 3.0 in voller Größe und Mini-DisplayPort, aber der Hersteller vermeidet noch immer USB Typ-C. Stattdessen ist das proprietäre Surface Connect für die Verbindung mit Microsofts Surface Dock zu finden. Microsoft verspricht eine beachtliche Akkulaufzeit von 14,5 Stunden bei Video-Wiedergabe.

Das Surface Notebook ist „optimiert für Windows 10 S“ und wird nur mit dieser eben vorgestellten Version des Betriebssystems ausgeliefert. Damit zeigt sich, dass diese nicht nur als Konkurrenz für Chrome OS gedacht ist und in niedrigpreisigen Notebooks ab 189 Dollar in Schulen zum Einsatz kommen soll. Microsoft präsentiert Windows 10 S vielmehr den Verbrauchern „für höchste Sicherheits- und Leistungsanforderungen“. Das bedeutet aber auch, dass sie nur mit Anwendungen aus dem Windows Store arbeiten können, manche Peripherie nicht unterstützt wird sowie einige Standardkonfigurationen, Funktionen und Apps nicht veränderbar sind.

Microsoft scheint selbst nicht sicher zu sein, ob auch bei PCs solche Einschränkungen Akzeptanz finden, wie sie bei Mobilbetriebssystemen für Smartphones und Tablets üblich sind. Bis zum Ende des Jahres sollen Käufer des Surface Laptop ein kostenloses Upgrade auf Windows 10 Pro vornehmen und damit auch wieder Anwendungen einsetzen können, die nicht in Microsofts Windows Store verfügbar sind.

Wer sich später entscheidet, muss dafür 49 Dollar entrichten. In jedem Fall soll ein Upgrade irreversibel und kein späteres Downgrade möglich sein, wie Microsoft-Manager Joe Belfiore gegenüber CNET.com erklärte: „Die Umstellung geht nur in eine Richtung. Wenn sie einmal zu Pro gewechselt sind, wenn Sie Anwendungen aus dem Internet installieren, dann haben diese Anwendungen eine unvorhersehbare Auswirkung. Viele Anwendungen verhalten sich ordentlich, aber viele andere fügen dem Boot- oder Login-Pfad von Windows Code hinzu. Daher ist es nicht umkehrbar, wenn Sie es einmal getan haben, ohne diese Anwendungen zu beeinträchtigen.“

Bernd Kling

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