Schwache iPhone-Nachfrage: Foxconn meldet erstmals Umsatzrückgang

Der chinesische Auftragsfertiger Foxconn hat einem Bericht der Wirtschaftszeitung Nikkei zufolge erstmals seit seinem Börsengang im Jahr 1991 einen Umsatzrückgang gemeldet. Die Einnahmen im Fiskaljahr 2016 schrumpften demnach um 2,81 Prozent auf 136,36 Milliarden Dollar. Auslöser sollen weniger Aufträge vom wichtigen Kunden Apple sowie der gesättigte Smartphonemarkt sein.

Apple ist Foxconns größter Kunde. Dem Bericht zufolge ist es für mehr als 50 Prozent des Umsatzes des offiziell als Hon Hai Precision Industry firmierenden Unternehmens verantwortlich.

Apple schloss das Geschäftsjahr 2016 jedoch erstmals seit 2001 mit einem Umsatz- und Gewinnrückgang ab. Der Analyst Vincent Chen von Yuanta Investment Consulting schätzt, dass das Unternehmen aus Cupertino im vergangenen Jahr nur 207 Millionen iPhone ausgeliefert hat. 2015 seien es 236 Millionen Einheiten gewesen. Die Zahlen für das Dezemberquartal legt Apple erst Ende Januar vor.

Der Dezember deutet jedoch eine Kehrtwende an. Zum Jahresende erwirtschaftete Foxconn umgerechnet 14,09 Milliarden Dollar Umsatz, was einem Plus von 9,76 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat entspricht. Foxconn soll von einer hohen Nachfrage anlässlich des bevorstehenden chinesischen Neujahrsfests sowie einer hohen Nachfrage nach Apples iPhone 7 Plus profitiert haben.

Chen erwartet, dass sich dieser Trend im laufenden Jahr fortsetzen wird. „Wir glauben, dass Foxconns Umsatz um 5 bis 10 Prozent steigen könnte“, zitiert Nikkei den Analysten. Seine Prognose begründet er mit einer Erholung des weltweiten PC-Markts und einer wahrscheinlich hohen Nachfrage nach dem kommenden iPhone 8. Mit 221 Millionen verkauften Einheiten soll der iPhone-Absatz in diesem Jahr jedoch nicht das Niveau des Rekordjahrs 2015 erreichen.

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Apple verpasste im Geschäftsjahr 2016 die eigenen Ziele für Umsatz und Gewinn. Die Nettoeinnahmen fielen einer in der vergangenen Woche veröffentlichten Börsenpflichtmeldung zufolge 3,6 Prozent niedriger aus als erwartet. Der operative Gewinn von 60 Milliarden Dollar verpasste die Vorgabe um 300 Millionen Dollar oder 0,5 Prozent. Als Folge mussten führende Manager des iPhone-Herstellers inklusive CEO Tim Cook auf Teile ihrer leistungsabhängigen Vergütung verzichten.

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Stefan Beiersmann

Stefan unterstützt seit 2006 als Freier Mitarbeiter die ZDNet-Redaktion. Wenn andere noch schlafen, sichtet er bereits die Nachrichtenlage, sodass die ersten News des Tages meistens von ihm stammen.

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