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Intel stellt NVMe-SSD DC P3100 für Rechenzentren vor

Intel hat eine neue SSD-Produktreihe für Rechenzentren vorgestellt. Sie liegt im M.2-Formfaktor vor und unterstützt die NVMe-Schnittstelle, die die Solid State Drive (SSD) per PCI Express 3.0 x4 einbindet. Die DC P3100 Series nutzt zudem Intels 3D-NAND-TLC-Flash und ist auf das untere Preissegment ausgerichtet.

Intel SSD DC P3100 (Bild: Intel)

Optimiert wurden die neuen SSDs unter anderem für den Einsatz als Boot-Laufwerk für Server in Rechenzentren mit leseintensiven Arbeitslasten. Weitere Anwendungsbeispiele sind Web Hosting, Search Indexing und Edge Caching.

Intel bietet vier Varianten mit Speicherkapazitäten von 128, 256 und 512 GByte sowie einem Terabyte an. Die sequentielle Lesegeschwindigkeit liegt je nach Kapazität zwischen 720 (128-GByte-Modell) und 1800 MByte/s (1-Terabyte-Modell). Daten schreibt die SSD mit 55 bis 175 MByte/s. Bei zufälligen Lese- und Schreibzugriffen erreicht das Einstiegsmodell 27.000 beziehungsweise 2200 Eingabebefehle pro Sekunde (IOPS), die Variante mit 1 TByte Speicher 114.000 beziehungsweise 9000 IOPS.

Laut Toms Hardware basiert die DC P 3100 Series wahrscheinlich auf den im August vorgestellten Consumer-SSDs Intel SSD 600p Series. Deren Performance-Werte erreiche die Data-Center-Variante nicht, da Intel andere Testverfahren einsetze, um eine Mindestleistung im Dauerbetrieb abzubilden. Beim 128-GByte-Modell falle die sequentielle Schreibleistung deswegen mit 55 MByte/s sogar geringer aus als bei herkömmlichen Festplatten.

Nachteilig sei zudem, dass Intel direkte Schreibzugriffe auf die TLC-NAND-Speicherbausteine nicht unterstütze. Alle Schreibvorgänge erfolgten über den SLC-Cache, selbst wenn der Puffer voll sei. „Es ist unerklärlich, warum Intel diese gängige Technologie nicht für seine 3D-TLC-NAND-Produkte verwendet, aber wir vermuten, dass das Unternehmen daran arbeitet“, kommentiert Toms Hardware.

Ein Vorteil der neuen SSDs gegenüber herkömmlichen Festplatten ist ihr geringer Stromverbrauch, der bei 5,5 Watt liegt. Im Leerlauf sinkt der Verbrauch sogar auf 10 Milliwatt – ein für HDDs unerreichbarer Wert.

Die mittlere Betriebsdauer zwischen Ausfällen (Mean Time Between Fairlures, MTBF) spezifiziert der Hersteller mit 1,6 Millionen Stunden. Bei einem Workload nach JEDEC von 0,31 Drive Writes per Day (DWPD) beträgt die Garantie fünf Jahre. Die dreijährige Herstellergarantie erlaubt bis zu 0,52 DWPD.

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Stefan Beiersmann

Stefan unterstützt seit 2006 als Freier Mitarbeiter die ZDNet-Redaktion. Wenn andere noch schlafen, sichtet er bereits die Nachrichtenlage, sodass die ersten News des Tages meistens von ihm stammen.

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