Google testet AMP zum schnelleren Laden von Anzeigen

Laut dem Leiter des Accelarated Mobile Pages Project erlaubt AMP for Ads "ein technisch ausgereifteres Anzeigenökosystem". Es trennt Anfragen vom Rendering, was eine beschleunigte Darstellung ohne zusätzlichen Ressourcenverbrauch ermöglicht. Eine Beschränkung auf den sichtbaren Bereich einer Seite soll den Akku schonen.

Google hat eine für Werbeinhalte optimierte Version seines Accelerated Mobile Pages Project (AMP) vorgestellt, die das Laden von Anzeigen beschleunigen soll. AMP for Ads (A4A) „bringt uns ein technisch ausgereifteres Anzeigenökosystem im Internet“, schreibt Malte Ubl, technischer Leiter des AMP-Projekts, in einem Blogbeitrag.

Accelerated Mobile Pages laden Google zufolge rund zehnmal schneller als reguläre Seiten. Eigentlich sind sie wie Facebooks Instant Articles und Apple News dafür gedacht, Nachrichten und Artikel von Verlagspartnern praktisch umgehend zum Lesen auf Mobilgeräten bereitzustellen.

Die Version für Werbeinhalte unterscheidet sich aber in einigen Punkten von anderen AMP-Seiten oder älteren Web-Anzeigen. Anders als Letztere trennt A4A Anzeigenanfragen vom Anzeigen-Rendering, was ein schnelleres Rendering ohne zusätzliche Belastung der CPU oder des Speichers erlaubt. Außerdem beschränkt sich die CPU-Nutzung auf gerade auf dem Bildschirm zu sehende Werbeeinblendungen, was den Akku von Mobilgeräten schonen soll.

Da das Anwendungsszenario bei Anzeigen eingeschränkter ist als bei anderen AMP-Seiten, verfügt A4A nicht über den vollen Funktionsumfang regulärer AMP-Seiten. Es bietet aber eigene Analysefunktionen, die die Bandbreiten- und Laufzeitkosten von sonst mit Anzeigen ausgelieferter Messwerkzeuge eliminieren.

A4A-Demo (Bild: Google)

Ursprünglich hatte Google für AMP-Seiten Support für ältere Web Ads vorgesehen, musste es aber angesichts der technischen Anforderungen solcher Anzeigen so anpassen, dass die Webseiten, in die die Werbung eingebettet ist, davon nicht zu stark beeinflusst werden. Wenn jetzt eine AMP-Seite geöffnet wird, werden die Anzeigen nach dem Inhalt geladen und sind auf bestimmte Plätze eingegrenzt.

Zunächst sollen AMP-Seiten nach wie vor nicht dafür optimierte Anzeigen unterstützen, während Google weiter mit A4A experimentiert. Mit der Neuentwicklung will der Internetkonzern zu Facebook aufschließen, das mit seinen Instant Articles bereits auch auf Werbetreibende eingeht.

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Auch Ebay nutzt seit Anfang des Monats Googles freies Accelarated Mobile Pages Project. Es will damit seine mobilen E-Commerce-Seiten beschleunigen. Parallel experimentiert Ebay auch damit, die AMP-Technologie für seine Suche zu nutzen, ähnlich wie es Google selbst macht.

Vorgestellt hatte Google AMP bereits im Oktober 2015. Der offizielle Startschuss fiel aber erst im März, als der Interntkonzern begann, AMP-Seiten in seiner Mobilsuche zu verlinken. Zu den Einführungspartnern des Formats zählten beispielsweise der britische Guardian, die New York Times und die Washington Post. Im April kündigte das Unternehmen dann die Verlinkung von AMP-Seiten in Google News an.

[mit Material von Stephanie Condon, ZDNet.com]

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