Apple Pay ab sofort in der Schweiz nutzbar

Apple hat die sofortige Verfügbarkeit seines Bezahldienstes Pay in der Schweiz bekannt gegeben. Außerhalb Großbritanniens ist es damit das erste europäische Land, in dem Nutzer mit den iPhone-Modellen 6S, 6S Plus, 6, 6 Plus und SE sowie der Apple Watch in Geschäften bezahlen können.

Unterstützt wird der Bezahldienst beispielsweise vom Lebensmitteldiscounter Aldi Suisse, der Bistrokette avec, dem Modehaus C&A, der Kioskkette k kiosk, dem Telekommunikationsanbieter mobilezone, der Supermarktkette Spar, dem Presse- und Buchshop P&B sowie der Abholgroßmarktkette TopCC. Demnächst soll das kontaktlose Bezahlen via Apple Pay auch bei Lidl sowie „in Zehntausenden weiteren Geschäften“ in der Schweiz möglich sein.

Der iPhone-Hersteller konnte für die Teilnahme an seinem Dienst die Schweizer Kartenausgeber Bonus Card, Cornercard und SwissBankers gewinnen. Um in Ladengeschäften per Apple Pay zu bezahlen, müssen Nutzer zunächst ihre Kreditkarteninformationen auf ihrem Mobilgerät speichern und es dann an einem NFC-fähigen Bezahlterminal vorbeiführen.

Das Bezahlen via Apple Pay funktioniert aber auch innerhalb von Apps, wobei Anwender Kreditkarten- oder Versanddaten nicht erneut eingeben müssen. Die Autorisierung eines Einkaufs erfolgt über Touch ID. Auf diese Weise lässt sich mit allen zuvor genannten iPhone-Modellen sowie iPad Pro, iPad Air 2, iPad Mini 4 und iPad Mini 3 bezahlen.

Für Zahlungen via Apple Pay wird ein aktuelles iPhone beziehungsweise iPad mit Touch-ID-Sensor oder eine Apple Watch benötigt (Bild: Apple).

Wie Apple Mitte Juni auf seiner Worldwide Developers Conference (WWDC) in San Francisco angekündigt hat, wird es seinen Bezahldienst im Herbst auf das Web ausweiten. Nutzer sollen dann wie mit PayPal oder Amazon Payments Online-Einkäufe bezahlen können.

Mit der neuen Option tritt Apple in direkte Konkurrenz zum Branchenprimus PayPal, der nach eigenen Angaben weltweit mehr als 179 Millionen aktive Nutzer hat. Google hatte auf seiner Entwicklerkonferenz I/O im Mai ebenfalls angekündigt, seinen Bezahldienst Android Pay in Websites zu integrieren.

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Voraussetzung für die Nutzung beider Angebote ist natürlich, dass Onlineshops und Website-Betreiber die Bezahlmethode unterstützen. Dies für Apple Pay zugesagt haben bisher unter anderem Groupon, Etsy, Target, Expedia, United Airlines, The North Face, die New York Times und das Wall Street Journal. Shopify will den Apple-Service ab Herbst mit seiner E-Commerce-Plattform unterstützen, die von rund 275.000 Händlern eingesetzt wird. IBM hat ebenfalls Support für die etwa 12.000 Onlineshops auf Basis seiner Lösungen WebSphere und Commerce Cloud angekündigt.

Bisher war Apple Pay nur in sechs Ländern verfügbar, in Europa ausschließlich in Großbritannien. Nach dem heutigen Start in der Schweiz sollen diesen Sommer auch noch Frankreich und Hongkong hinzukommen. Derzeit gibt es Apple zufolge weltweit über 10 Millionen Terminals zum kontaktlosen Bezahlen mit Apple Pay, allein 2,5 Millionen davon innerhalb der USA.

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Björn Greif

Björn kam nach seinem Magisterstudium und Ausflügen in den Sportjournalismus 2006 als Volontär zu ZDNet. Im Anschluss wurde er Redakteur und hat mehr als 12.600 Nachrichten zu tagesaktuellen Themen verfasst, mit Schwerpunkt auf Business, Hardware und Mobile.

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