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Walmart testet Roboter-Einkaufswagen

Die US-Ladenkette Walmart treibt ein neues Roboter-Programm voran. Zusammen mit Five Elements Robotics entwickelt sie einen dem Kunden von selbst folgenden Einkaufswagen, der zudem die Verwaltung des Einkaufszettels übernehmen und Vorschläge für weitere Käufe machen kann.

Budgee im Einsatz (Bild: Five Elements Robotics)Dies teilte Five-Elements-CEO Wendy Roberts vergangene Woche auf der Bloomberg Technology Conference mit. Walmart wollte den Evaluierungsprozess der Technik nicht kommentieren.

Das System würde auf dem Roboter Budgee von Five Elements Robotics basieren. Dieser kann seinem Besitzer ebenfalls automatisch folgen und dabei eine Tasche oder andere Lasten tragen, ist also selbst schon eine Art Einkaufswagen. Während er selbst nur etwa 9,5 Kilo wiegt, kann er mehr als das Doppelte transportieren, nämlich 22,7 Kilo. Sein Akku reicht für zehn Stunden Betrieb aus.

Walmart wehrt sich mit solchen Projekten gegen die Konkurrenz schnell liefernder Online-Verkäufer, insbesondere Amazon.com. Es nähert sich dem Shopping der Zukunft sozusagen von der entgegengesetzen Seite: Heute kann man sich schon virtuell durch Walmart-Läden bewegen und dort einkaufen, ohne den Sessel zu verlassen. Zudem umwirbt das Unternehmen Mitfahrdienste, um seine Lieferungen zuzustellen.

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Kürzlich hatte Walmart auch mit einem Drohnensystem für Lagerhäuser experimentiert. Diese könnten falsch gelagerte Waren ermitteln und eine preiswerte Alternative zu teuren Automatisierungssystemen sein. Fürs laufende Jahr droht Walmart ein Gewinnrückgang um 12 Prozent.

Amazon hingegen hatte für die Automatisierung seiner Lager Kiva Systems im Jahr 2012 für 775 Millionen Dollar übernommen. Dies trägt Berichten zufolge wesentlich zu seinen Angeboten für Lieferungen am selben oder Folgetag bei. Laut Schätzungen setzt Amazon heute 30.000 Roboter in Lagern ein.

[mit Material von Greg Nichols, ZDNet.com]

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Florian Kalenda

Seit dem Palm Vx mit Klapp-Tastatur war Florian mit keinem elektronischen Gerät mehr vollkommen zufrieden. Er nutzt derzeit privat Android, Blackberry, iOS, Ubuntu und Windows 7. Die Themen Internetpolitik und China interessieren ihn besonders.

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