Categories: Cloud

Salesforce-Ausfall in den USA hält seit 18 Stunden an

Der Ausfall einer Datenbank hat in den USA bisher 18 Stunden lang zu Zugriffsproblemen für manche Kunden von Salesforce.com geführt. CEO Marc Benioff sah sich zu einer öffentlichen Entschuldigung auch für eine mangelhafte Informationspolitik genötigt.

Laut Salesforces Statusseite ist das Problem weiter nicht behoben (Stand 11.30 Uhr). Der Ausfall betrifft nur die Instanz NA14, eine von 46 für Nordamerika. Etwa eine Stunde lang fiel auch die Instanz NA12 aus. Das Ärgernis kann also nur einen kleinen Teil der Salesforce-Kunden betreffen.

Der Software-as-a-Service-Anbieter Salesforce gruppiert Kundensysteme zu Instanzen. Laut seiner Beschreibung ist die „Datenbank der Instanz NA14 ausgefallen, was ein Datei-Integritätsproblem innerhalb der Instanz verursachte.“

ANZEIGE

Die Cloud forciert Innovationen

Ohne Cloud-Technologie sähe der Alltag heute ganz anders aus. Dropbox, Facebook, Google und Musikdienste gäbe es nicht. Erst Cloud-Technologien haben diese Services ermöglicht und treiben heute Innovationen schneller denn je voran.

Kunden beschwerten sich auf Twitter vernehmlich über den Ausfall und den Mangel an verfügbaren Informationen. Benioff entschuldigte sich daraufhin über den gleichen Kanal. Einen frustrierten Kunden bat er um eine E-Mail, um einen klärenden Rückruf in die Wege leiten zu können.

Einen Termin für die Wiederherstellung konnte Salesforce aber nicht anbieten. Die Behebung dauert offenbar länger als erhofft. In einer Stellungnahme heißt es: „Das Salesforce Technology Team hat rund um die Uhr mit unseren Lieferanten an mehreren Lösungen gearbeitet, um das Problem der Datenintegrität zu lösen, was nach unserer Einschätzung der schnellste und sicherste Weg zu einer Wiederherstellung wäre. Wir glauben jedoch aktuell, dass eine solche Reparatur nicht gelingen wird.“ Daher versuche man nun, ein Backup einzuspielen, das vor dem Integritätsproblem erstellt wurde. Ob dies Datenverluste für Kunden bedeutet, sagte Salesforce nicht.

Clouddienste – auch etwa von Amazon, Apple, Google oder Microsoft – fallen immer wieder aus. Als Ursachen wurden schon gescheiterte Updates, ein Schalttag und Blitzeinschläge genannt. Selbst Fachleute wissen dafür keinen besseren Rat, als für wichtige Anwendungen eine Offline-Alternative bereitzuhalten. Welche Verfügbarkeit ein Kunde hinnehmen muss und in welchen Fällen ihm Kompensationen zustehen, regelt das Service-Level Agreement (SLA).

[mit Material von Charlie Osborne, ZDNet.com]

Tipp: Was haben Sie über Datenbanken gespeichert? Überprüfen Sie Ihr Wissen – mit 15 Fragen auf silicon.de.

Florian Kalenda

Seit dem Palm Vx mit Klapp-Tastatur war Florian mit keinem elektronischen Gerät mehr vollkommen zufrieden. Er nutzt derzeit privat Android, Blackberry, iOS, Ubuntu und Windows 7. Die Themen Internetpolitik und China interessieren ihn besonders.

Recent Posts

Google-Statistik: In Microsoft-Produkten stecken die meisten Zero-Day-Lücken

Das gilt zumindest für das Jahr 2019. Google räumt aber ein, dass es für Windows…

14 Stunden ago

Microsoft stellt Support für mobile Cortana-Apps ein

Nutzer bleibt künftig nur die Cortana-Integration in Outlook Mobile. Microsoft empfiehlt als Alternative die Cortana-App…

16 Stunden ago

Google stellt Chrome-Erweiterung für transparentere Online-Anzeigen vor

Die Ads Transparency Spotlight genannte Erweiterung liefert Daten zu Werbeplattformen, Anzeigen und weiteren an einer…

18 Stunden ago

Wegen Twitter-Hack: US-Behörden verhaften 17-Jährigen

Er soll den Angriff koordiniert haben. Die Behörden werfen ihm unter anderem organisierten Betrug vor.…

20 Stunden ago

Microsoft behebt Bluetooth- und Intel-GPU-Bugs in Windows 10 2004

Beide Fehler verhindern derzeit ein automatisches Update auf die Version 2004. Die Sperre hebt Microsoft…

22 Stunden ago

Microsoft bestätigt Übernahmeverhandlungen mit TikTok

Es geht um das TikTok-Geschäft in den USA, Kanada, Australien und Neuseeland. Microsoft zufolge sind…

23 Stunden ago