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„Cloud at Customer“ macht Oracle-Cloud im eigenen Rechenzentrum nutzbar

Oracle hat mit „Cloud at Customer“ ein Angebot gestartet, das Unternehmen den Wechsel in die Cloud erleichtern soll. Mit der vollständig verwalteten Lösung sollen sie auf Basis eines abobasierten Preismodells alle Vorteile der Oracle-Cloud On-Premise, also vor Ort im eigenen Rechenzentrum, nutzen können.

Laut Oracle erhalten CIOs mit Cloud at Customer neue Optionen hinsichtlich Architektur, Einsatz und Betrieb ihrer Unternehmenssoftware, während sie gleichzeitig die Kontrolle über die Infrastruktur behalten. Dadurch solle Unternehmen ihre Dienste genau dort betreiben können, wo sie möchten – also im lokalen Rechenzentrum oder in der Oracle-Cloud. Dieses Angebot sei „bisher auf dem Markt einzigartig“.

„Unser Anspruch ist es, den Oracle-Kunden dabei zu helfen, ihre Prozesse in die Cloud zu bringen, damit sie ihre Innovationsfähigkeit stärken, ihr Wachstum ankurbeln und den Wandel ihrer Geschäftsfelder selbst mitgestalten können“, kommentiert Thomas Kurian, President Product Development bei Oracle. „Was wir heute angekündigt haben ist in dieser Form noch nie da gewesen. Wir haben nicht nur eine Reihe an neuen Cloud Services vorgestellt, sondern sind auch der erste Anbieter für Public-Cloud-Lösungen, der Organisationen die ultimative Wahl lässt, wo und wie sie ihre Oracle Cloud betreiben möchten.“

Die Cloud at Customer umfasst eine einheitliche Schnittstelle und ein Scripting-Tool für individuelle Entwicklungen. Als mögliche Anwendungsszenarien nennt Oracle Disaster Recovery, Cloud Bursting, Entwicklung und Testing sowie die Migration kompletter Workloads und Prozesse.

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Die Cloud forciert Innovationen

Ohne Cloud-Technologie sähe der Alltag heute ganz anders aus. Dropbox, Facebook, Google und Musikdienste gäbe es nicht. Erst Cloud-Technologien haben diese Services ermöglicht und treiben heute Innovationen schneller denn je voran.

Dafür stellt Oracle verschiedene Services bereit. Hinsichtlich der Infrastruktur ermöglichen Elastic Compute, Elastic Block Storage, Virtual Networking, Datenspeicherung, Messaging und Identitätsmanagement die Übertragung von Oracle- sowie anderer Workloads in die Cloud. Zusätzliche IaaS-Services, einschließlich Container und Elastic Load Balancer, sollen ebenfalls bald verfügbar sein. Die Verwaltung der Dateninfrastruktur erfolgt zunächst über die Oracle Database Cloud, später wird Oracle Database as a Service folgen, das Exadata für extrem hohe Leistungsanforderungen und Big-Data-Dienste wie Discovery, Preparation, Hadoop und Big Data SQL umfasst.

Mit der Oracle Java Cloud können Kunden Java-Anwendungen in der Cloud entwickeln und nutzen. Weitere Services für mehrsprachige Entwicklung in Java SE, Node.js, Roby und PHP sind geplant. Der Oracle Integration Cloud Service vereinfacht die Integration von On-Premise- und Cloud-Anwendungen sowie von rein cloudbasierten Programmen untereinander. Sie soll bald um zusätzliche Möglichkeiten für SOA, API-Management und IoT ergänzt werden. Workloads lassen sich nahtlos sowohl On-Premise als auch in der Oracle-Cloud verwalten.

Als On-Premise-Implementierung der Oracle-Cloud soll die Oracle Cloud Machine Unternehmen diverse Vorteile bringen. Beispielsweise behalten sie Oracle zufolge die vollständige Kontrolle über ihre Daten und erfüllen alle Anforderungen im Bereich Datenhoheit sowie Datenhaltung, da „kein Bit an Kundendaten das eigene Rechenzentrum – und schon gar nicht das Land – verlässt“. Der Anbieter verspricht hundertprozentige Konformität mit den gesetzlichen Regelungen hinsichtlich Datenschutz und -sicherheit, etwa dem Bundesdatenschutzgesetz, dem PCI-DSS (Regelwerk für Kreditkartentransaktionen) sowie anderen branchen- oder länderspezifischen Vorschriften. Zudem sollen sich bestehende Workloads dank identischer Umgebungen, Toolsets und APIs einfach von On-Premise-Infrastrukturen in die Cloud migrieren lassen. Entsprechend sich verändernder Geschäftsanforderungen können sie auch zwischen selbstverwalteter Hardware und Cloud verschoben werden.

Die Oracle Cloud Maschine wird in verschiedenen Konfigurationen angeboten, kann aber auch individuell angepasst werden. Die vorgefertigten Pakete umfassen zum Beispiel 288 virtuelle CPUs und 2 TByte Speicher, 576 vCPUs und 4 TByte Speicher oder 1080 vCPUs und 7,5 TByte Speicher.

Björn Greif

Björn kam nach seinem Magisterstudium und Ausflügen in den Sportjournalismus 2006 als Volontär zu ZDNet. Im Anschluss wurde er Redakteur und hat mehr als 12.600 Nachrichten zu tagesaktuellen Themen verfasst, mit Schwerpunkt auf Business, Hardware und Mobile.

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