Yahoo macht KI-Engine quelloffen

Yahoo hat seine Engine für Künstliche Intelligenz namens CaffeOnSpark quelloffen verfügbar gemacht. Darauf weist VentureBeat hin. Sie basiert auf Deep Learning und wird von Yahoo unter anderem für Computervision trainiert, also die Auswertung von Bildmaterial: Schließlich gehört Yahoo mit Flickr eine der umfangreichsten Fotosites im Netz.

Architektur von CaffeOnSpark (Bild: Yahoo)Mit CaffeOnSpark hat Yahoo schon begonnen, Bilder auf Flickr automatisch zu taggen, statt dies allein den Anwendern zu überlassen. Dazu identifiziert es beispielsweise Farben und Bildelemente, etwa Tiere.

Wie der Name andeutet, steht das Programm auf zwei Beinen. Eines ist das Deep-Learning-Framework Caffe des Berkeley Vision and Learning Center, das andere aber das Big-Data-Analysesystem Apache Spark, das auf Hadoop aufsetzt. Somit ist es laut Yahoos Vizepräsident für Architektur Andy Feng ein Leichtes, Deep-Learning-Prozesse auf mehrere Server zu verteilen. Details liefert ein Yahoo-Blogbeitrag, zu dessen Autoren Feng zählt.

Dass man CaffeOnSpark jetzt quelloffen mache, liege an den zahlreichen Nachfragen von Firmen, heißt es. Der überwiegend in C++ geschriebene Code findet sich auf GitHub. Wie bei Yahoo selbst hätten diese das Interesse, bestehende Infrastruktur – nämlich in dem Fall Spark-Cluster – besser zu nutzen.

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Zuletzt hatte etwa Facebook Hardware für Künstliche Intelligenz quelloffen gemacht, das seit Juni 2015 auch ein KI-Forschungslabor in Paris unterhält. Und im November machte Google sein Machine-Learning-System TensorFlow quelloffen. Es selbst setzt die Technik in Anwendungen wie Google Fotos und Google Übersetzer ein – sowie für Funktionen wie Suche und intelligente Antworten.

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Florian Kalenda

Seit dem Palm Vx mit Klapp-Tastatur war Florian mit keinem elektronischen Gerät mehr vollkommen zufrieden. Er nutzt derzeit privat Android, Blackberry, iOS, Ubuntu und Windows 7. Die Themen Internetpolitik und China interessieren ihn besonders.

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