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Oculus Rift kostet 599 Dollar

Oculus hat den Preis und die 20 Startländer seiner Virtual-Reality-Brille Rift genannt. Deutschland ist darunter. Für den Preis von 599 Dollar erhalten Anwender auch eine Fernbedienung.

Die Brille selbst verfügt über integrierte Kopfhörer und ein Mikrofon. Das Paket umfasst daneben einen Xbox-Controller von Microsoft und eine Tischkamera, die Kopfbewegungen erfasst, um die Anzeige anzupassen.

Als Auslieferungsdatum nennt Oculus nun den 28. März – als Starttermin. Damit hält es die Zusage „erstes Quartal 2016“ gerade noch ein – ein Zeichen, dass die Produktion mehr Schwierigkeiten bereitet als erhofft.

Wie erwartet sagt Oculus VR zwei Spieletitel zu: „Lucky’s Tale“ und „EVE: Valkyrie“, die seit langem mit der Developer Edition getestet werden. Bis zur Verfügbarkeit des jetzt vorbestellbaren Produkts sollen aber „Dutzende“ Spiele speziell für die Rift hinzukommen. Als erste Titel nennt es „Rockband VR“ von Harmonix, „Edge of Nowhere“ von Insomniac und „The Climb“ von Crytek, die zumindest im Kalenderjahr 2016 folgen sollen.

Die weiteren Startländer sind Australien, Belgien, Dänemark, Finnland, Frankreich, Großbritannien, Irland, Island, Italien, Japan, Kanada, Niederlande, Neuseeland, Norwegen, Polen, Spanien, Schweden, Taiwan und die USA. Rechnet man Deutschland hinzu, gehören also 13 der 20 Nationen zu Europa.

Für den hohen Preis von 599 Dollar entschuldigte sich Rift geradezu, wie der Guardian berichtet. Schließlich ist mindestens ein PC etwa 1000 Euro nötig, um die Hardware-Anforderungen der Virtual-Reality-Brille zu erfüllen, während übliche Spielkonsolen zwischen 300 und 400 Euro liegen, aber eben nicht kompatibel sind. Oculus will das Problem übrigens selbst in die Hand nehmen und für Einsteiger ohne geeigneten Rechner ein Paket aus Computer und Brille zum Preis von 1499 Dollar verfügbar machen.

Als Grafik empfiehlt Oculus mindestens eine Nvidia GeForce 970 oder AMD Radeon 290. Zusätzlich sind laut der Facebook-Tochter ein Prozessor mit dem Leistungsniveau eines Intel Core i5-4590 und mindestens 8 GByte RAM erforderlich. Außerdem werden für die „volle Rift-Erfahrung“ Windows 7 SP1 oder höher, zwei USB-3.0-Ports und ein HDMI-1.3-Ausgang vorausgesetzt, der eine Taktrate von 297 MHz über eine Direct-Output-Architektur unterstützt.

Ein Problem sieht Oculus nur für Laptop-Nutzer: Zum einen sei es schwierig, festzustellen, ob der HDMI-Anschluss die Voraussetzung erfüllt. Zum anderen lieferten die meisten aktuellen Notebooks nicht die benötigte Leistung. Nvidia hingegen schätzt, dass nur rund 13 Millionen PCs weltweit die Voraussetzungen für VR erfüllen.

In den vergangenen Jahren war Oculus an der Entwicklung von Samsungs Virtual-Reality-Brille Gear VR beteiligt, die ein Smartphone als Bildschirm nutzt. Sein eigenes Produkt Rift soll aber ein umfassenderes Erlebnis bieten – unter anderem, indem es Kopfbewegungen besser erfasst.

Im April wird mit HTCs Vive ein weiteres wichtiges VR-Angebot im Markt erwartet. Und Sonys als Morpheus entwickeltes Playstation VR Headset könnte durch den Gesamtpreis punkten, genügt dafür doch eine PS4 – ein teurer PC ist nicht erforderlich. Auch Google und LG haben mit Cardboard und VR for G3 schon VR-Produkte angekündigt beziehungsweise auf den Markt gebracht.

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Florian Kalenda

Seit dem Palm Vx mit Klapp-Tastatur war Florian mit keinem elektronischen Gerät mehr vollkommen zufrieden. Er nutzt derzeit privat Android, Blackberry, iOS, Ubuntu und Windows 7. Die Themen Internetpolitik und China interessieren ihn besonders.

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