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Odroid-C1+: Neuer Raspberry-Pi-Klon mit optionalem Hi-Fi-Audiomodul

Der südkoreanische Hersteller Hardkernel hat mit dem Odroid-C1+ einen verbesserten Nachfolger seines Raspberry-Pi-Klons Odroid-C1 vorgestellt. Mit 37 Dollar ist er 2 Dollar teurer als der Ende 2014 angekündigte und nicht weiter angebotene Vorgänger sowie der im Februar eingeführte Raspberry Pi 2. Dafür besitzt er einen HDMI-1.4a-Anschluss in Normalgröße statt der vorherigen Micro-HDMI-Ausführung sowie einen Kühlkörper für CPU und Speicherbausteine. Ein zusätzlicher I2S-Bus mit 7 Pins erlaubt den Anschluss eines ebenfalls neuen Audiomoduls für Hi-Fi-Klang.

Der Odroid-C1+ kostet 37 Dollar (Bild: Hardkernel).Außerdem kann der Einplatinenrechner alternativ zum herkömmlichen Netzstecker nun wie der Raspberry Pi 2 über den Micro-USB-Port mit Strom versorgt werden. Die SD-Karten-Kompatibilität wurde laut Hersteller verbessert und für die Ansteuerung des Odroid-C1+ über CEC ist keine angeschlossene RTC-Batterie mehr erforderlich.

An der übrigen Ausstattung hat sich im Vergleich zum Vorgänger nichts geändert. Als Prozessor nutzt der Odroid-C1+ weiterhin einen auf ARMs Cortex-A5-Design basierenden Quad-Core-Chip mit 1,5 GHz Takt (Amlogic S805 SoC). Dieser dürfte aber nach wie vor leistungsfähiger sein als der im Raspberry Pi 2 verbaute BCM2836 mit 900 MHz auf Cortex-A7-Basis. Auch die integrierte Mali-450-GPU arbeitet deutlich schneller als der Videocore-4-Grafikchip des Raspberry Pi 2.

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Mit 1 GByte DDR3-RAM bietet der Odroid-C1+ ebenso viel Arbeitsspeicher wie der Raspberry Pi 2. Die Netzwerkschnittstelle ist mit 1 GBit/s zehnmal so schnell. Als Massenspeicher dienen MicroSD-Karten oder aufsteckbare eMMC-Module. Per Jumper lässt sich festlegen, von welchem Medium der Rechner booten soll. Mit dem britischen Vorbild gemein hat der Odroid-C1+ auch das Header-Layout mit 40 Pins. Die GPIOs lassen sich laut Hardkernel für Funktionen wie UART, I2C, SPI, und ADC nutzen.

Das „C1+ HiFi Shield“ wird einfach auf den Odroid-C1+ aufgesteckt (Bild: Hardkernel).Ebenfalls an Bord des südkoreanischen Einplatinenrechners sind vier USB-2.0-Ports, eine serielle Schnittstelle und ein Anschluss für eine Echtzeituhr. Abgerundet wird die Ausstattung durch eine LED-Anzeige für Strom- und Netzwerkstatus. Der Odroid-C1+ hat eine Grundfläche von 8,5 mal 5,6 Zentimetern und wiegt 40 Gramm. Als Betriebssystem lassen sich die Linux-Distributionen Ubuntu, Fedora, ARCHLinux, Debian oder OpenELEC einsetzen. Alternativ soll auch Android auf dem System laufen. Auf der Hardkernel-Website finden Interessierte alle technischen Daten sowie FAQs.

Deutscher Distributor des Odroid-C1+ ist Pollin. Dort kostet der Einplatinenrechner 49,95 Euro zuzüglich 4,95 Euro Versand. Außerdem findet sich in Pollins Webshop Zubehör wie Gehäuse, eine Infrarotfernbedienung und Ansteckmodule. Das Audiomodul „C1+ HiFi Shield“ wird allerdings nicht gelistet. Es kostet direkt bei Hardkernel 39 Dollar, ist also teurer als der Rechner selbst. Die Aufsteckplatine enthält den Digital-zu-Analog-Wandler PCM5120 von Texas Instruments für 16- bis 24-Bit-Audio und Samplingraten von 192 KHz. An Bord sind auch vergoldete Cinchstecker und ein 3,5-Millimeter-Kopfhörerausgang. Das Audiomodul funktioniert aktuell nur unter Linux, aber nicht unter Android.

Björn Greif

Björn kam nach seinem Magisterstudium und Ausflügen in den Sportjournalismus 2006 als Volontär zu ZDNet. Im Anschluss wurde er Redakteur und hat mehr als 12.600 Nachrichten zu tagesaktuellen Themen verfasst, mit Schwerpunkt auf Business, Hardware und Mobile.

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