Adobe bringt Notfall-Update für Flash Player

Adobe hat wie angekündigt einen Notfall-Patch für Flash Player veröffentlicht. Das Update soll mindestens zwei als kritisch eingestufte Zero-Day-Lücken schließen. Fire Eye und Trend Micro hatten Details dazu sowie Beispielcode in den Unterlagen entdeckt, die dem italienischen Spähsoftwareanbieter Hacking Team entwendet wurden.

Ob das Update Fixes für weitere Schwachstellen enthält, ist indes noch nicht bekannt, da bisher kein aktuelles Advisory von Adobe vorliegt. Die beiden bekannten Sicherheitslöcher werden laut Adobe schon aktiv für Angriffe ausgenutzt. Sie können einen Absturz der Anwendung ermöglichen sowie das Einschleusen und Ausführen von Schadcode. Trend Micro hatte Nutzern sogar geraten, das Flash-Player-Plug-in in ihren Browsern bis zur Freigabe eines Patches zu deaktivieren.

Nutzer von Firefox für Windows, Mac OS X und Linux schützt Mozilla inzwischen, in dem es das Flash-Plug-in bis einschließlich Version 18.0.0.203 blockiert. Über die Plug-in-Prüfseite des Unternehmens ist die neue Flash-Version 18.0.0.209 bereits verfügbar. Sie kann aber auch von der Adobe-Website für Windows (Internet Explorer, Firefox, Opera und Chromium-basierte Browser) und Mac OS X (Safari, Firefox, Opera und Chromium-basierte Browser) geladen werden.

Auf seiner Website führt Mozilla die unsichere Linux-Version 11.2.202.481 allerdings noch als aktuell auf. Zudem steht noch ein Update für Internet Explorer 10 und 11 unter Windows 8.x und Google Chrome aus – in beiden Browser ist das Flash-Plug-in ab Werk integriert.

Neben Flash sind auch Java und Silverlight immer wieder von Sicherheitsproblemen betroffen. Nutzer sollten auf diese Plug-ins entweder komplett verzichten oder sie so konfigurieren, dass sie nicht automatisch Inhalte abspielen, sondern erst die Zustimmung des Anwenders einholen. Dieses als „Click-To-Play“ bekannte Feature bieten unter anderen Firefox und Chrome.

Download:

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Mozilla blockiert unter Firefox ältere Flash-Plug-ins (Screenshot: ZDNet.de)
Stefan Beiersmann

Stefan unterstützt seit 2006 als Freier Mitarbeiter die ZDNet-Redaktion. Wenn andere noch schlafen, sichtet er bereits die Nachrichtenlage, sodass die ersten News des Tages meistens von ihm stammen.

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