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Erste Alpha von Ubuntu 15.10 verfügbar

Die Entwickler von Ubuntu haben eine erste Alpha-Version der nächsten Version 15.10 veröffentlicht. Der Name wird „Wily Werwolf“ lauten, also „verschlagener Werwolf“. Enthalten sind zunächst Images für Kubuntu, Lubuntu, Ubuntu MATE, UbuntuKylin und Ubuntu Cloud.

Kubuntu ist die KDE-Version von Ubuntu, die nun auf Plasma 5 als Standard-Desktop setzt, Lubuntu hingegen eine leichtgewichtige Variante mit LXDE als Oberfläche. Ubuntu MATE nutzt, wie der Name ja sagt, die Oberfläche MATE. UbuntuKylin zielt auf chinesische Anwender ab, und Ubuntu CLoud lässt sich auf Cloudystemen wie Amazon EC2, Openstack und SmartOS einsetzen.

Wie alle Vorabversionen ist auch diese frühe Alpha nicht für den Produktiveinsatz gedacht. Die Entwickler haben eine Reihe neuer Programmversionen aufgenommen, etwa der Komponentenbibliothek GTK+. Der enthaltene Kernel ist derzeit noch 3.19, für die zweite Alpha soll aber Kernel 4.0 integriert werden.

Ab Version 15.10 will Canonical zudem Debian-Pakete durch Snappy Apps ersetzen – wenn auch nur in einer experimentellen Version „Snappy Personal“, die noch nicht vorliegt. Ubuntu 16.04 LTS soll dann in zwei Varianten erscheinen: einer mit klassischen Paketen und einer mit Snappy Apps. Letztere erlauben durch atomare Updates ein einfacheres Rollback.

Ein Zeitplan für „Wily Werewolf“ liegt seit einer Woche vor. Ende Juli kann man demnach mit einer zweiten Alpha, Ende August mit der ersten Beta-Version von Ubuntu 15.10 rechnen. Ende September gibt es eine weitere Beta, im Oktober soll dann der Release erfolgen.

Die aktuelle Ubuntu-Version 15.04 steht seit Ende April zum Download bereit. Es ist auch die Basis für Ubuntu Phone, wie man es aktuell auf dem Meizu MX4 Ubuntu Edition findet, das in Europa für 299 Euro verkauft wird. Allerdings ist eine Einladung nötig, die täglich im Losverfahren vergeben wird.

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Florian Kalenda

Seit dem Palm Vx mit Klapp-Tastatur war Florian mit keinem elektronischen Gerät mehr vollkommen zufrieden. Er nutzt derzeit privat Android, Blackberry, iOS, Ubuntu und Windows 7. Die Themen Internetpolitik und China interessieren ihn besonders.

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