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Avago kauft Broadcom für 37 Milliarden Dollar

Der Halbleiterhersteller Avago übernimmt seinen Konkurrenten Broadcom für 37 Milliarden Dollar. Das neu formierte Unternehmen namens Broadcom Limited würde einen Jahresumsatz von rund 15 Milliarden Dollar vorweisen können, sollte die Fusion zum Abschluss kommen.

Avago Technologies ist die in Singapur ansässige ehemalige Chipsparte von Hewlett-Packard, die später als Agilent Technologies Semiconductor Products Group firmierte. Sie verfügt auch über Büros im kalifornischen San Jose und produziert analoge, digitale, Mixed-Signal- sowie optoelektrische Bauteile.

Broadcom hingegen hat seine Zentrale im kalifornischen Irvine. Es zählt zu den bekanntesten Halbleiterherstellern weltweit und kann etwa Amazon, Apple sowie Samsung als seine Kunden vorweisen, die es beispielsweise mit Funk- und Netzwerkchips beliefert.

Die Produktangebote beider überschneiden sich nur teilweise, nämlich vor allem im Funkbereich. Broadcom könnte bei Avago aber einige Lücken füllen, etwa im Segment Sprach- und Videoanwendungen sowie bei vernetzten Sensoren. Zudem gewährt ihnen die kombinierte Größe vermutlich zusätzlichen Verhandlungsspielraum gegenüber Kunden, Herstellern und Zulieferern.

Die Transaktion könnte im ersten Quartal 2016 abgeschlossen werden, falls Aktionäre und Kartellbehörden zustimmen. Avago würde 17 Milliarden Dollar in bar bezahlen, den Rest der Summe aber in Form von 140 Millionen Anteilen begleichen. Die beiden Broadcom-Gründer sollen im Unternehmen bleiben: Henry Samueli ist als CTO des fusionierten Unternehmens vorgesehen, der bisherige CEO Henry Nicholas wird Strategieberater.

„Die Verbindung von Avago und Broadcom schafft einen weltweit verteilt aufgestellten Marktführer für Halbleiter für Kabelnetz- und Drahtloskommunikation“, kommentierte Avagos President und CEO Hock E. Tan in einer Pressemeldung. „Avago hat eine starke Erfolgsbilanz bei der Integration von Firmen in seine Plattform vorzuweisen.“

Im Dezember 2013 hatte Avago schon einmal mit einer Milliardenübernahme eines konkurrierenden Chipherstellers ein Ausrufezeichen gesetzt. Für LSI zahlte es damals 6,6 Milliarden Dollar. Die Netzwerkchipsparte Axxia veräußerte Avago allerdings später für 650 Millionen Dollar an Intel weiter. Zudem verkaufte es LSIs Accelerated Solutions Devision (ASD) und Flash Components Division (FCD) für 450 Millionen Dollar an Seagate.

[mit Material von Natalie Gagliordi, ZDNet.com]

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Florian Kalenda

Seit dem Palm Vx mit Klapp-Tastatur war Florian mit keinem elektronischen Gerät mehr vollkommen zufrieden. Er nutzt derzeit privat Android, Blackberry, iOS, Ubuntu und Windows 7. Die Themen Internetpolitik und China interessieren ihn besonders.

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