Categories: Open SourceSoftware

Red Hat Enterprise Linux 7.1 verfügbar

Red Hat hat mit RHEL 7.1 (PDF) das erste größere Update für die seit Juni 2014 angebotene Version 7 seines Enterprise Linux verfügbar gemacht. Es enthält verbesserte Entwicklungs- und Einrichtungswerkzeuge, optimiert Sicherheit und Leistung und wird wie alle RHEL-Versionen zehn Jahre lang supportet.

Für Firmen, die Linux und Windows parallel einsetzen, dürfte vertiefte Interoperabilität mit Active Directory (AD) von Interesse sein. Der System Security Services Daemon (SSSD) von RHEL erkennt Gruppenrichtlinien-Objekte. Er macht nun zudem die Nutzung von Samba Winbind für eine direkte Integration mit AD überflüssig. Red Hat zufolge ist es dadurch noch einfacher, Datei- und Druckdienste in heterogenen Umgebungen anzubieten.

Für Entwickler von Linux-Containern gibt es neue Werkzeuge. RHEL 7.1 enthält aktualisierte Docker-Pakete, aber auch Werkzeuge für Google Kubernetes. Zudem sind Basis-Images von RHEL 6 und 7 enthalten, auf denen sich unternehmenstaugliche Container-Anwendungen aufbauen lassen.

Die Release Notes von Red Hat enthalten sämtliche Änderungen und neuen Funktionen, die das Update bringt. Über Unterschiede zwischen RHEL 6 und RHEL 7 klärt insbesondere der Migration Planning Guide auf.

RHEL 7.1 liegt auch in drei speziellen Varianten vor. Red Hat Enterprise Linux Atomic Host nutzt Werkzeuge von Project Atomic, um einen möglichst reduzierten Linux-Server speziell für den Einsatz von Docker-Containern aufzusetzen. Red Hat Enterprise Linux for Real Time ist, wie der Name ja sagt, für zeitkritische Anwendungen gedacht und daher für möglicht geringe Latenzen ausgelegt.

Red Hat Enterprise Linux for Power schließlich eignet sich für IBMs Prozessorplattform. IBM und Red Hat empfehlen es besonders für Big-Data-Anwendungen auf Power8, die von Multi-Threading, mehr Cache und größerer Bandbreite profitieren. Zugleich lassen sich von Red Hat zertifizierte Anwendungen auf Power-Servern einsetzen, die ursprünglich für x86 geschrieben wurden, was Migrationen zwischen diesen Plattformen erleichtert.

Wer den Support hinter Red Hat Enterprise Linux nicht benötigt, kann auf den freien Ableger CentOS 7.1 warten. Die Community will ihn am 20. März vorlegen.

[mit Material von Steven J. Vaughan-Nichols, ZDNet.com]

Tipp: Was haben Sie über Big Data abgespeichert? Überprüfen Sie Ihr Wissen – mit 15 Fragen auf silicon.de.

Florian Kalenda

Seit dem Palm Vx mit Klapp-Tastatur war Florian mit keinem elektronischen Gerät mehr vollkommen zufrieden. Er nutzt derzeit privat Android, Blackberry, iOS, Ubuntu und Windows 7. Die Themen Internetpolitik und China interessieren ihn besonders.

Recent Posts

Blockchain führt zu branchenübergreifendem Wandel

Blockchain wird in den nächsten Jahren einen branchenübergreifenden Wandel bewirken. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Gartner-Studie. Voraussetzung für die…

1 Tag ago

Zombieland v2: Windows und Linux erhalten Option zur Abschaltung von Intel TSX

Die CPU-Erweiterung ist anfällig für Malware-Angriffe. Sie gibt unter Umständen vertrauliche Informationen preis. Unter Windows lässt sich die Erweiterung mittels…

2 Tagen ago

Rückkehr des Razr: Motorola stellt Clamshell-Smartphone mit Falt-Display vor

Zusammengeklappt ist es nur 7,2 mal 9,4 Zentimeter groß. Aufgeklappt bietet es trotzdem ein 6,2-Zoll-Display. Im inneren stecken ein Qualcomm…

2 Tagen ago

Saugroboter Roborock S5 Max ausprobiert

Durch einen größeren Wassertank und eine elektrisch gesteuerte Wasserabgabe soll der Roborock S5 Max besonders beim Wischen Vorteile bieten.

2 Tagen ago

Intel warnt vor Sicherheitslücken in Firmware von Server-Produkten

Sie stecken in der Firmware der Baseboard Management Controller. Sie wiederum dienen der Verwaltung von Servern auf einer Ebene unterhalb…

3 Tagen ago

Malware-Attacken auf Krankenhäuser nehmen rasant zu

In den ersten neun Monaten beträgt das Plus rund 60 Prozent. Am häufigsten setzen Cyberkriminelle Trojaner wie Emotet und Trickbot…

3 Tagen ago