Opera Mini erscheint für Samsung-Smartwatch Gear S

Opera wird eine Version von Opera Mini für Samsungs Smartwatch Gear S veröffentlichen. Wie der norwegische Entwickler in einem Blogeintrag mitteilt, ist es der erste Webbrowser für das auf der Tizen-Plattform basierende Wearable-Gerät.

Die an die Samsung-Smartwatch angepasste Variante von Opera Mini wird die bekannte Kompressionstechnik unterstützen. Sie soll durch die serverseitige Komprimierung von Bildern und Textdaten bis zu 90 Prozent Traffic einsparen. Zugleich verkürzt dies die Ladezeiten von Webseiten.

Opera Mini ist der erste Webbrowser für Samsungs Gear S (Bild: Opera).

Der Browser besitzt laut Opera auch einige „fingerfreundliche“ Funktionen, die sich auch auf dem 2 Zoll großen gebogenen Super-AMOLED-Display der Gear S bequem ausführen lassen sollen. Dazu zählt etwa Smart Page, das Nutzern einen schnellen Überblick über Social-Updates und Nachrichten verschafft.

Die von der Desktop-Ausgabe und anderen Mobilversionen bekannte Schnellwahl ist ebenfalls an Bord, mit der häufig besuchte Websites mit einem Tipp auf eine Thumbnail-Ansicht aufgerufen werden können. Auch ein Privatsphärenmodus ist vorhanden, in dem alle Spuren der Website-Besuche nach dem Schließen des Tabs gelöscht werden.

Opera Mini kann derzeit rund 250 Millionen Nutzer vorweisen. Etwa 100 Millionen von ihnen setzen Android als Betriebssystem ein. Besitzer der Tizen-basierten Gear S werden Opera Mini kostenlos aus dem Gear Apps Store herunterladen können, der nach offiziellen Angaben mehr als 1000 Anwendungen umfasst.

Samsung hatte seine gebogene Smartwatch mit Mobilfunkchip Ende August vorgestellt. Anders als die Vorgängermodelle erfordert sie keine Smartphone-Anbindung, um Daten abzurufen. Das 2-Zoll-Display löst 480 mal 360 Bildpunkte auf und erreicht somit eine Pixeldichte von 300 ppi. Das Gehäuse ist nach IP67 gegen Staub und Wasser geschützt.

Als Prozessor bietet die Gear S eine 1 GHz schnelle Dual-Core-CPU, der 512 MByte RAM zur Seite stehen. An internem Speicher sind 4 GByte verbaut. Die Stromversorgung übernimmt ein 300-mAh-Akku. Er soll bei durchschnittlicher Nutzung zwei Tage durchhalten.

Wie die Gear 2 verfügt die Gear S über einen Lautsprecher und ein Mikrofon für Telefonate. Mittels einer On-Screen-Tastatur ist auch das Beantworten von Textnachrichten und E-Mails möglich. Samsungs Sprachassistent S Voice interpretiert Spracheingaben des Nutzers.

Der Slot für die SIM-Karte sitzt auf der Rückseite. Die Gear S unterstützt 3G- und 2G-Verbindungen auf den Frequenzen 900/2100 oder 850/1900 respektive 900/1800 oder 850/1900, also maximal UMTS. Daneben sind WLAN nach IEEE 802.11b/g/n, USB 2.0, Bluetooth 4.1 und GPS ebenso wie Glonass mit an Bord. An Sensoren hat Samsung einen Kompass, ein Gyroskop sowie einen Beschleunigungs-, Umgebungslicht- und UV-Sensor integriert. Außerdem enthält die Gear S ein Barometer und einen Pulsmesser.

Das Betriebssystem Tizen bringt etwa Nokias Kartendienst Here für Navigation mit, außerdem einen 24-Stunden-News-Dienst der Financial Times (fastFT), der auf die Spritz-Technik setzt: Anstatt Texte zeilenweise zu liefern, präsentiert die Technik die Wörter in schneller Abfolge an einer Stelle. Mit S Health lässt sich die Uhr als Fitness-Tracker einsetzen, der zudem zu Nike+ kompatibel ist. Außerdem schließt der Funktionsumfang einen Musikplayer, einen Wetterdienst sowie einen Energiesparmodus ein.

Samsung will die Gear S am 17. Oktober in Deutschland in den Handel bringen. Die unverbindliche Preisempfehlung liegt bei 399 Euro.

[mit Material von Aloysius Low, News.com]

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Björn Greif

Björn kam nach seinem Magisterstudium und Ausflügen in den Sportjournalismus 2006 als Volontär zu ZDNet. Im Anschluss wurde er Redakteur und hat mehr als 12.600 Nachrichten zu tagesaktuellen Themen verfasst, mit Schwerpunkt auf Business, Hardware und Mobile.

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