Benutzerhandbuch des Surface Pro 3 enthält Hinweise auf Surface Mini

In dem Ende vergangener Woche zum Download bereitgestellten Benutzerhandbuch des Surface Pro 3 finden sich einige Hinweise auf das Surface Mini. Das verkleinerte, ARM-basierte Microsoft-Tablet war schon zur Vorstellung des Surface Pro 3 am 20. Mai erwartet worden. Doch offensichtlich entschied sich Microsoft in letzter Minute dagegen, es zusammen mit dem 12 Zoll großen Surface Pro 3 zu präsentieren.

Entdeckt hat die Hinweise auf das Surface Mini der langjährige Microsoft-Beobachter Paul Thurrott. Am Freitag wies er via Twitter darauf hin. ZDNet.com und CNET.com bestätigten seine Angaben. Inzwischen hat Microsoft die Anleitung jedoch überarbeitet und alle Surface-Mini-Referenzen entfernt.

Beispielsweise hieß es ursprünglich im Benutzerhandbuch: „Wenn Sie mehr Aufgaben ausführen möchten als nur eine schnelle handschriftliche Notiz, entsperren Sie das Surface Mini. Dadurch können Sie den vollen Funktionsumfang von OneNote nutzen.“ Ein weiterer Hinweis fand sich bei den Verwendungsmöglichkeiten des Surface-Stifts zusammen mit „Ihrem Surface Mini oder Surface Pro 3“. In der aktualisierten Fassung – sowohl der englischen als auch der deutschen – ist nur noch unspezifisch von „Surface“ die Rede.

Gerüchte um ein Surface Mini kursieren schon seit Monaten. Branchenkenner waren davon ausgegangen, dass Microsoft es zusammen mit dem Surface Pro 3 in New York vorstellen würde. Nach Informationen von ZDNet.com-Autorin und Microsoft-Expertin Mary Jo Foley war dies auch der Plan gewesen. Doch dann entschied angeblich CEO Satya Nadella, dass das kleinere, ARM-basierte Tablet sich nicht genug unterscheide und ein Start zu diesem Zeitpunkt keinen Sinn ergebe.

Zu Testzwecken soll Microsoft schon eine Reihe Surface Mini produziert haben. Falls es mit dem Start bis zur Fertigstellung von Windows Threshold und/oder des für Touchbedienung optimierten „Gemini“-Updates für Office Web Apps wartet, ist mit einem Release nicht vor Frühjahr 2015 zu rechnen.

Das Ende Mai in New York präsentierte Surface Pro 3 kann hingegen schon in Microsofts Onlineshop vorbestellt werden. Es kostet je nach Ausstattung zwischen 799 und 1949 Euro. An Bord sind Intels aktuelle Haswell-CPUs, 4 oder 8 GByte RAM, 64 bis 512 GByte SSD-Speicher und Windows 8.1 Pro. Der Vorgänger Surface Pro 2 ist seit Kurzem zum reduzierten Preis ab 779 Euro erhältlich.

[mit Material von Don Reisinger, News.com, und Mary Jo Foley, ZDNet.com]

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Björn Greif

Björn kam nach seinem Magisterstudium und Ausflügen in den Sportjournalismus 2006 als Volontär zu ZDNet. Im Anschluss wurde er Redakteur und hat mehr als 12.600 Nachrichten zu tagesaktuellen Themen verfasst, mit Schwerpunkt auf Business, Hardware und Mobile.

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