Google Chromecast ab sofort für 35 Euro in Deutschland erhältlich

Google bietet seinen HDMI-Streaming-Stick Chromecast ab sofort auch in Deutschland an. Wie erwartet beträgt der Preis 35 Euro und entspricht damit nominell dem Dollar-Preis. Beim Kauf über Google Play kommen je nach gewählter Versandart Kosten in Höhe von 3 Euro (Versand in 4 bis 6 Werktagen) respektive 6 Euro (1 bis 2 Werktage) hinzu. Alternativ ist der Stick bei Amazon für ebenfalls 35 Euro wie üblich ohne Versandkosten erhältlich. Media Markt und Saturn listen ihn noch nicht in ihren Onlineshops auf.

Außer in Deutschland, Österreich und Schweiz ist Chromecast heute auch in Dänemark, Großbritannien, Finnland, Frankreich, Italien, den Niederlanden, Norwegen, Schweden, Spanien und Kanada gestartet. In den USA kann er bereits seit der offiziellen Ankündigung im Juli 2013 bestellt werden.

Der etwa 7 Zentimeter große Chromecast-Stick überträgt drahtlos Videos oder Browserinhalte von Smartphones und Tablets auf HDMI-fähige Anzeigegeräte. Dazu wird er einfach an den HDMI-Anschluss angesteckt. Die Bedienung inklusive Lautstärkeregelung erfolgt per Mobilgerät oder Computer. Unterstützt werden Geräte mit Android oder iOS sowie Macs und Windows-PCs mit Googles Browser Chrome.

In den USA lässt sich Chromecast unter anderem mit Youtube, Google Play Movies, Google Play Music und Netflix nutzen. In Deutschland bietet das zum Medienkonzern Vivendi gehörende Videoportal Watchever bereits Unterstützung für den Streaming-Stick an. Maxdome will seine App in Kürze aktualisieren. Abonnenten können dann Serien oder Filme via WLAN an jeden Fernseher mit HDMI-Anschluss übertragen.

Chromecast merkt sich, an welcher Stelle die Wiedergabe eines Videos unterbrochen wurde. Diese Information wird mit allen verbundenen Geräten synchronisiert, um beispielsweise die Wiedergabe auf einem anderen Gerät fortzusetzen. Der Stick kann Videos im Full-HD-Format 1080p sowie mit Surround-Sound wiedergeben. WLAN-Verbindungen sind allerdings nur im 2,4-GHz-Band möglich. Darüber hinaus ist Chromecast auf eine externe Stromversorgung per USB oder Netzteil angewiesen.

Anfang Februar hatte Google das Software Development Kit (SDK) für seinen HDMI-Streaming-Stick für alle Entwickler freigegeben. Davor stand es nur ausgewählten Partnern wie HBO, Pandora und Netflix zur Verfügung. Programmierer erhalten mit dem SDK die Möglichkeit, ihre Anwendungen und Websites für die Wiedergabe auf einem Fernseher via Chromecast zu optimieren. Laut Google haben sich schon mehr als 3000 Entwickler dafür registriert.

Hierzulande unterstützt unter anderem das Videoportal Watchever Chromecast (Bild: Watchever).

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Björn Greif

Björn kam nach seinem Magisterstudium und Ausflügen in den Sportjournalismus 2006 als Volontär zu ZDNet. Im Anschluss wurde er Redakteur und hat mehr als 12.600 Nachrichten zu tagesaktuellen Themen verfasst, mit Schwerpunkt auf Business, Hardware und Mobile.

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