Intel hat den Abbau von weltweit über 5000 Stellen angekündigt. Zum Jahresende beschäftigte der Chiphersteller 108.000 Mitarbeiter und will ihre Zahl in diesem Jahr um rund 5 Prozent verringern. Die Ankündigung erfolgte einen Tag, nachdem Intel die Bilanz für das vierte Quartal 2013 mit eher gemischten Ergebnissen vorlegte.

Sprecher Chris Kraeuter bestätigte gegenüber ZDNet.com Intels Absicht, die Belegschaft um rund fünf Prozent zu verringern. „Ich kann bestätigen, dass wir wichtige Entscheidungen treffen, um unsere Ressourcen den geschäftlichen Erfordernissen anzupassen“, sagte er. Kraeuter wollte jedoch keine Angaben zu den betroffenen Abteilungen und geographischen Regionen machen. Er merkte dazu lediglich an, Intel habe „einige Aktivitäten neu priorisiert“.

Die anstehenden Entlassungen sollen im Lauf des Jahres 2014 erfolgen. Der Intel-Sprecher erläuterte später zusätzlich, zum Personalabbau könnten auch „Umsetzungen, freiwillige Programme, Pensionierungen und Arbeitskräfteabgang“ beitragen, er müsse also nicht ausschließlich durch Entlassungen erfolgen.

Finanzchef Stacy Smith hatte schon am Vortag in einer Analystenkonferenz den bevorstehenden Abbau angedeutet und erklärt, Intel wolle verstärkt in Bereiche wie Technologien für Rechenzentren, Prozessoren mit niedrigem Energiebedarf sowie Tablets investieren. Für das vierte Quartal konnte Intel zwar einen Umsatz- und Gewinnanstieg melden, die Erwartungen der Wall Street jedoch nicht vollständig erfüllen. In der Folge sank der Kurs der Intel-Aktie im nachbörslichen Handel um rund 4 Prozent.

Intel-CEO Brian Krzanich räumte gegenüber Analysten ein, dass die Enterprise-Zahlen im vergangenen Quartal nicht den Erwartungen entsprachen. Intel habe die Geschwindigkeit überschätzt, mit der sich die Nachfrage durch geschäftliche Käufer erhole. Im Lauf des Jahres 2014 sei “eine langsamere Erholung im Enterprise-Sektor” zu erwarten, fügte er hinzu.

Der Intel-Chef äußerte sich dennoch optimistisch zur weiteren Entwicklung in diesem Jahr. Das Unternehmen will seine mobilen Anstrengungen verdoppeln und insbesondere auf den anhaltenden Trend zu Tablets setzen, um den schwächelnden PC-Markt auszugleichen. Obwohl Intel 2013 lediglich 10 Millionen Tablet-Prozessoren absetzen konnte, will es 2014 rund 40 Millionen Tablet-Prozessoren verkaufen.

[mit Material von Rachel King, ZDNet.com]

Bernd Kling

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