Samsung kündigt erste mSATA-SSD mit 1 TByte Kapazität an

Samsung hat seine SSD-Reihe 840 EVO um ein gehäuseloses Modell mit Mini-SATA-Anschluss (mSATA) ergänzt. Es ist laut Hersteller das erste Laufwerk dieser Bauart mit einer Kapazität von bis zu 1 TByte. Mit einer Bauhöhe von 3,85 Millimeter und einem Gewicht von 8,5 Gramm kommt es mit nur einem Viertel des Bauplatzes und einem Zwölftel des Gewichts einer herkömmlichen SSD aus. Dadurch soll es sich vor allem für den Einsatz in Ultrabooks eignen.

Die mSATA-SSD verwendet Samsungs hauseigenes 128-Gigabit-NAND-Flash mit einer Strukturbreite von 10 Nanometern. Um die Speicherkapazität von 1 TByte zu erreichen, werden vier Flash-Speicherblöcke aus jeweils 16 Schichten dieser Chips kombiniert. Außerdem setzt Samsung auf einen selbst entwickelten Controller und seine Turbo-Write-Technologie.

Das 1-TByte-Modell erreicht so beispielsweise Lese- und Schreibraten von bis zu 540 respektive 520 MByte/s. Die Performance beim zufälligen Lesen von 4-KByte-Blöcken ist mit 98.000 Eingabebefehlen pro Sekunde (IOPS) spezifiziert, die Schreibleistung mit 90.000 IOPS. So können auch unterschiedliche Anwendungen parallel ausgeführt werden. Außerdem werden Nutzer die Möglichkeit haben, die SSD 840 EVO mSATA zusammen mit herkömmlichen Festplatten oder weiteren SSDs zu betreiben.

Das mSATA-Laufwerk wird zusammen mit Version 4.3 der Software Magician ausgeliefert. Sie erlaubt einen sogenannten RAPID-Modus, der eine sequenzielle Lesegeschwindigkeit von über 1000 MByte/s ermöglichen soll. Außerdem hilft sie, Daten von einem anderen Speichermedium auf die SSD zu transferieren.

Eine AES-Verschlüsselung mit 256 Bit soll auf dem Laufwerk gespeicherte Daten vor unautorisiertem Zugriff schützen. Unternehmen empfiehlt Samsung zudem TCG Opal nach dem IEEE-1667-Standard. Damit ist es möglich, SSD-Laufwerke zentral zu verwalten und abzusichern.

Samsung will die SSD 840 EVO mSATA im Februar 2014 in Deutschland auf den Markt bringen. Neben dem 1-TByte-Modell wird es auch Versionen mit 120, 250 und 500 GByte geben. Je nach Kapazität kosten die Laufwerke 129, 199, 359 und 615 Euro.

[mit Material von Peter Marwan, ITespresso.de]

Björn Greif

Björn kam nach seinem Magisterstudium und Ausflügen in den Sportjournalismus 2006 als Volontär zu ZDNet. Im Anschluss wurde er Redakteur und hat mehr als 12.600 Nachrichten zu tagesaktuellen Themen verfasst, mit Schwerpunkt auf Business, Hardware und Mobile.

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