Apple bringt vermisste iWork-Funktionen zurück

Apple hat auf Kritik von Anwendern reagiert und angekündigt, vermisste Funktionen in den iWork-Anwendungen für OS X im Lauf der nächsten sechs Monate zurückzubringen. Nutzer hatten in der Software etwa anpassbare Werkzeugleisten und Shortcuts vermisst, nachdem Apple sie gratis gemacht hatte.

„Da diese Anwendungen neu geschrieben wurden, standen einige Funktionen von iWork ’09 nicht für die erste Version zur Verfügung“, steht in einem Blogeintrag bei Apple. „Wir planen, einige dieser Funktionen in den nächsten Releases wieder einzuführen und werden auch kontinuierlich völlig neue Features einbauen.“

Die betroffenen Anwendungen sind Pages (Textverarbeitung), Numbers (Tabellenkalkulation) und Keynote (Präsentationen). Käufer neuer Apple-Geräte erhalten sie jetzt kostenlos. Dies gilt unter iOS ebenso wie unter Mac OS. Während die iOS-Anwendungen in Tests gute Kritiken erhalten, scheinen die Mac-Versionen im Umfang beschnitten.

Im neuen Pages beispielsweise vermissen langjährige Nutzer nicht nur eine Anpassungsmöglichkeit für die Werkzeugleiste, sondern auch die Möglichkeit, Endnoten statt Fußnoten einzusetzen, und zahlreiche Templates.

Zunächst hatte Apple die Frage der vermissten Funktionen nicht diskutieren wollen. Auch jetzt nennt es keinen konkreten Grund, warum die Apps im Umfang reduziert wurden. Möglicherweise hat es die Software aber neu geschrieben, um eine einheitliche Codebasis für Mac OS und iOS zu haben. Dies würde unter Mac OS naturgemäß Vereinfachungen erfordern.

Mit den fraglichen Updates hielt auch eine Sharing-Funktion Einzug, die iWork auf Macs oder iOS-Geräten mit iWork für iCloud Beta verbindet, also Apples webbasierten Office-Programmen. Nutzer können nun die Arbeit an einem Dokument oder Projekt auf einem Gerät beginnen und auf einem anderen Gerät fortsetzen.

Mac-Nutzer, die noch über eine ältere Ausgabe der Anwendungen verfügen, können diese weiterhin verwenden.

[mit Material von Donna Tam, News.com]

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Florian Kalenda

Seit dem Palm Vx mit Klapp-Tastatur war Florian mit keinem elektronischen Gerät mehr vollkommen zufrieden. Er nutzt derzeit privat Android, Blackberry, iOS, Ubuntu und Windows 7. Die Themen Internetpolitik und China interessieren ihn besonders.

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