Nvidia liefert mobile Spielkonsole Shield ab 31. Juli aus

Nvidia hat einen neuen Termin für den Marktstart seiner mobilen Spielkonsole Shield genannt. Erste Exemplare will der Hersteller nun am 31. Juli ausliefern – rund einen Monat später als ursprünglich geplant. Vorbesteller wurden am Sonntag per E-Mail informiert, wie Androidcentral berichtet. Inzwischen hat Nvidia den neuen Starttermin auch in seinem Blog bestätigt.

Ursprünglich sollte die Mobilkonsole schon am 27. Juni in den Handel kommen. Aufgrund von „mechanischen Problemen“ wurde der Start jedoch in letzter Minute verschoben. Bei abschließenden Qualitätstest habe man Probleme mit einer Komponente eines Zulieferer festgestellt, teilte Nvidia damals mit. Diese scheinen nun gelöst zu sein. In dem gestrigen Blogeintrag heißt es, die Produktion sei in vollem Gange.

Den Preis für die Shield hatte Nvidia vergangenen Monat von 349 auf 299 Dollar gesenkt. „Wir haben von tausenden Gamern gehört, wenn der Preis 299 Dollar betragen würde, wäre es ein Selbstläufer. Also ändern wir den Preis für die Shield auf 299 Dollar“, so die knappe Begründung. Zunächst können nur Kunden aus Nordamerika das Gerät vorbestellen.

Die Nvidia-Konsole sieht aus wie ein Xbox-Controller mit aufklappbarem Bildschirm und basiert auf Googles aktuellem Mobilbetriebssystem Android 4.2 Jelly Bean. Sie wird von Nvidias 1,9 GHz schnellem Tegra 4 angetrieben. Der Prozessor bietet wie der Vorgänger vier ARM-Kerne – allerdings auf Basis des Cortex-A15 statt des Cortex-A9 – und einen Companion-Kern für weniger rechenintensive Aufgaben. Die Zahl der Geforce-Grafikkerne hat Nvidia von 12 auf 72 versechsfacht. Die Speicherausstattung umfasst 2 GByte RAM und 16 GByte per MicroSD-Karte erweiterbaren Flash-Speicher.

Der 5-Zoll-Touchscreen löst 1280 mal 720 Bildpunkte auf. Die Pixeldichte beträgt 294 dpi und reicht damit fast an die Werte aktueller High-End-Smartphones heran. Die Konsole verfügt zudem über ein Audiosystem mit Mitteltonlautsprecher und Bassreflex für einen satten Klang. An Kommunikationsoptionen sind WLAN nach IEEE 802.11n und Bluetooth 3.0 vorhanden. GPS, Kopfhöreranschluss und je ein Micro-HDMI- sowie Micro-USB-2.0-Port runden die Ausstattung ab.

Beim Betriebssystem handelt es sich um „reines Android“ ohne zusätzliche Oberfläche oder andere proprietäre Techniken. Nvidia verspricht regelmäßige Updates. Mit der mobilen Konsole lassen sich Spiele aus Googles Play Store herunterladen, inklusive für den Tegra-Prozessor optimierter Titel aus Nvidias TegraZone. Auch die Nutzung von Streaming-Plattformen wie Hulu, Netflix und Slacker Radio ist möglich – zumindest in den USA. Darüber hinaus können Gamer auf ihre Steam-Spiele-Bibliothek zugreifen und Spiele via WLAN von einem PC mit kompatibler GPU (Geforce GTX 650 oder höher) streamen. Es soll ebenfalls Multiplayer-Support geben.

[mit Material von Steven Musil, News.com]

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Björn Greif

Björn kam nach seinem Magisterstudium und Ausflügen in den Sportjournalismus 2006 als Volontär zu ZDNet. Im Anschluss wurde er Redakteur und hat mehr als 12.600 Nachrichten zu tagesaktuellen Themen verfasst, mit Schwerpunkt auf Business, Hardware und Mobile.

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