iPad Mini: Hersteller sieht schwächere Nachfrage

Pegatron, das als Auftragshersteller für Apple iPad Mini und iPhone 4S assembliert, erwartet im zweiten Quartal eine deutlich abgeschwächte Nachfrage. Wie Bloomberg berichtet, rechnet es in seiner Sparte Verbraucherelektronik mit einem Umsatzrückgang von 25 bis 30 Prozent im Vergleich zum vorhergehenden Quartal. CEO Jason Cheng merkte dazu an, dass sich „fast alle Produkte in eine negative Richtung bewegen“.

Cheng wies außerdem darauf hin, dass Apples iPad Mini für mehr als die Hälfte von Pegatrons Einnahmen in diesem Bereich sorgt, während das iPhone 4S den größten Umsatzanteil in seiner Kommunikationssparte generiert. Branchenbeobachter schließen aus diesen Äußerungen auf einen größeren Einbruch als bisher erwartet. „Wir sehen starke Hinweise aus der Lieferkette, dass die Nachfrage für iPad Mini jetzt um 20 bis 30 Prozent fallen wird gegenüber dem ersten Quartal, während eine frühere Schätzung auf 15 Prozent hinauslief“, erklärte Vincent Chen von Yuanta Financial Holding Co. in Taipeh.

Apple musste für das letzte Quartal erstmals seit zehn Jahren einen Gewinnrückgang melden. In seinem Ausblick nannte es zudem einen um rund 20 Prozent geringeren Umsatz für das laufende Quartal, der zwischen 33,5 und 35,5 Milliarden Dollar betragen soll. In der Analystenkonferenz zu den Quartalsergebnissen versprach CEO Tim Cook zudem „tolle neue Produkte“, deren Vorstellung aber erst im Herbst und im Laufe des Jahres 2014 zu erwarten sei. Apple wird demnach in diesem Sommer keine wichtigen neuen Produkte einführen.

Gegenüber Forbes stellte Pegatron-Chef Cheng allerdings klar, dass er nicht direkt über iPad Mini gesprochen hatte, obwohl es anteilig die meisten Umsätze der vom Rückgang betroffenen Sparte ausmachte – und eine solche konkrete Äußerung hätte zweifellos die Geschäftsbeziehungen zu Apple trüben können. „Kein Hinweis, keine Andeutung über bestimmte Produkte oder Kunden“ sei ein grundlegendes Prinzip, an das sich sein Unternehmen halte. Laut Cheng waren vom Rückgang neben Tablets auch E-Book-Reader und Spielekonsolen betroffen.

ZDNet.de Redaktion

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