Microsoft nennt Metro-Style-Apps ab sofort „Windows Store“-Apps

Microsoft hat offenbar einen ersten Ersatz für den Namen „Metro“ gefunden, mit dem es bisher die Touch-optimierte Oberfläche von Windows 8 bezeichnet hat. Soma Somasegar, Corporate Vice President von Microsofts Entwicklersparte, hat in einem Interview mit ZDNet USA bestätigt, dass Metro-Style-Apps ab sofort offiziell „Windows Store“-Apps heißen.

Der Name gilt für Anwendungen, die unter Verwendung von Microsofts Windows-RT-API (Application Programming Interface) entwickelt wurden. Sie werden über den Windows 8 App Store verkauft. Der Blogger Rafael Riviera war schon Anfang August im RTM-Code von Visual Studio 2012 auf den Namen gestoßen.

Die Bezeichnung solle nun schrittweise auf allen Microsoft-Websites eingeführt werden, sagte Somasegar. Die Umstellung werde aber einige Zeit dauern, da der alte Metro-Name schon weit verbreitet sei.

Microsoft bezeichnet Metro-Style-Apps ab sofort als „Windows Store“-Apps (Bild: Microsoft).

Auf dem gestrigen virtuellen Launch von Visual Studio 2012 nutzten Microsoft-Manager zudem den Begriff „Modern App Development“. „Modern“ ist Somasegar zufolge aber nicht der Ersatz für Metro. Moderne Apps beschrieben vielmehr Anwendungen, die auf internetfähigen Geräten liefen und ständig verfügbare Dienste nutzten.

Der neue Name wirft auch Fragen auf. Unklar ist beispielsweise, ob er ebenfalls für „Metro-Style“-Apps für Unternehmen gilt, die nicht über den Windows Store angeboten werden.

Darüber hinaus hat Microsoft den Windows Phone Marketplace umbenannt. Er heißt ab sofort – offenbar in Anlehnung an den Windows Store – Windows Phone Store. Der neue Name ist Teil einer Neugestaltung der Windows-Phone-Website, die in den kommenden Wochen schrittweise weltweit ausgerollt werden soll. Den Anfang machen Australien und Neuseeland, wo derzeit die Konferenz TechEd Australia 2012 stattfindet.

[mit Material von Mary Jo Foley, ZDNet.com]

Stefan Beiersmann @beiersmann

Stefan unterstützt seit 2006 als Freier Mitarbeiter die ZDNet-Redaktion. Wenn andere noch schlafen, sichtet er bereits die Nachrichtenlage, sodass die ersten News des Tages meistens von ihm stammen.

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