Unter der Haube sorgt ein 1,2 GHz schneller Dual-Core-Prozessor vom Typ TI OMAP 4430 für Rechenleistung. Ihm steht 1 GByte Arbeitsspeicher zur Verfügung. In der Theorie sollte das für flotte Reaktionen sorgen. Der Android-Benchmark Quadrant weist für das Gerät 2621 Punkte aus – und damit deutlich mehr als für das Acer Iconia Tab A100 (1760 Punkte).

Im CF-Benchmark erreicht das Motorola 6261 Punkte. Das Ergebnis wird zwar problemlos von einem Quad-Core-Tablet wie dem Asus Transformer Prime geschlagen, ist für ein Dual-Core-Gerät aber ein guter Wert.

Unterm Strich zählt das Erlebnis beim Benutzen ohnehin mehr als die Punkte, die die Benchmarks ausgeben. Beim Wischen und Wechseln zwischen Homescreens, Apps und Webseiten ruckelt hier nichts: Das kleine Xoom macht Spaß bei der Bedienung und reagiert nahezu verzögerungsfrei. Nur manche Apps nehmen sich beim Start hier und da eine Gedenksekunde.

Selbst eine Reihe von Anwendungen im Hintergrund bremst das Gerät nicht spürbar aus. Wer das Xoom in die Knie zwingen möchte, schafft das zwar mit einer riesigen Anzahl an Live-Widgets und Live-Hintergründen auf dem Homescreen, aber wer es nicht darauf anlegt, kommt mit der Leistung problemlos aus. Selbst 3D-Spiele laufen ruckelfrei.

Ganz wichtig für ein Tablet mit HDMI-Ausgang ist, dass es Full-HD-Videos flüssig abspielt. Beim Motorola ist dies der Fall. Die getesteten MP4-Dateien laufen problemlos ab.

Kamera

Auf der Rückseite des ME befindet sich die Linse der 5-Megapixel-Kamera samt LED-Fotolicht. Die meisten Tablets zeichnen sich nicht gerade durch hervorragende Foto-Qualitäten aus. Kein Wunder eigentlich, denn die integrierte Digicam ist eher ein praktisches Extra als ein wichtiges Verkaufsmerkmal – denn kaum jemand rennt mit seinem Tablet durch fremde Innenstädte, um die Eindrücke fürs Familien-Fotoalbum festzuhalten.

Bereits auf Anhieb vermutet man, dass das beim kleinen Motorola nicht viel anders wird. Die natürliche Position des Gerätes ist ja das Querformat, und dabei deckt man die kleine Linse direkt mit der Hand ab – das nervt.

Man muss also entweder im Hochformat knipsen oder besonders darauf achten, nichts ins Bild zu halten. Und auch dann hinterlassen die Ergebnisse gemischte Gefühle. Insgesamt gehen die Fotos zwar in Ordnung und geraten meist ausreichend scharf, aber es mangelt an Details, an Farbe und an Atmosphäre.

Damit ist klar: Auch das Motorola Xoom 2 ME wird die Digitale Spiegelreflex nicht ersetzen. Und auch nicht die kompakte Schnappschusskamera. Aber für einen kurzen Schnappschuss für Facebook reicht die Kamera allemal aus.

Fazit

Das Motorola Xoom 2 Media Edition überzeugt mit einem runden Gesamtpaket. Es lässt sich flüssig bedienen und hat ein helles, scharfes Display, das sich perfekt für den Einsatz unterwegs eignet. Leider ist noch nicht die neueste Android-Version Ice Cream Sandwich installiert.

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