HPs LaserJet Pro M1217nfw ist ein Monochrom-Multifunktions-Laserdrucker mit Kopier-, Scan- und Faxfunktionalität, der vorrangig für Kleinunternehmen mit einem hohen Aufkommen an Schwarzweiß-Ausdrucken konzipiert ist. Für 269 Euro bietet viele reizvolle Features, die speziell kleineren Büros den Umstieg auf einen neuen Drucker schmackhaft machen sollen. Dazu zählt die Möglichkeit drahtlos zu drucken ebenso wie die einfache Installation mittels Smart Install. Die Treiber liegen auf dem Flash-Speicher im Gerät, womit sich sich Druckaufträge von einem PC oder Netbook starten lassen, ohne dass eine CD erforderlich ist. ZDNet hat sich das Kombigerät angesehen.

Ausstattung

Der LaserJet Pro M1217nfw von HP fällt mit Abmessungen von etwa 30 mal 43 mal 27 Zentimeter vergleichsweise kompakt und mit knapp 9 Kilo außergewöhnlich leicht für einen Multifunktions-Laserdrucker aus. Mit seiner relativ kleinen Grundfläche nimmt er auf dem Schreibtisch nicht allzu viel Platz in Beschlag. Mit Hilfe der beiden Aussparungen links und rechts unten am Gehäuse lässt er sich gut transportieren. Wie bei den meisten Druckern und Multifunktionsgeräten üblich, legt auch HP hier kein USB- oder Ethernetkabel im Lieferumfang bei.

Hat man das entsprechende Kabel organisiert, ist es mithilfe HPs Installations-App einfach, eine Verbindung herzustellen und mit dem Drucken zu starten. Alle erforderlichen Treiber sind direkt im Drucker auf dem Flash-Speicher hinterlegt. Als Anwender muss man nur noch den Netzstecker in die Steckdose stecken und die USB-Verbindung zwischen Drucker und PC herstellen. Das herkömmliche Installieren von Druckertreibern ist hier hinfällig. So praktisch das für Windows-User einerseits ist, Mac-User haben das Nachsehen. Sie müssen konventionell installieren, da es Smart Install nur für Windows gibt. Deshalb liefert HP auch eine entsprechende Installations-CD mit.

Den Drucker via Ethernet-Kabel ins Netz einzubinden fällt beinahe so leicht, wie eine direkte Verbindung zwischen Drucker und PC herzustellen. Wie bei der USB-Installation kann der Drucker auch hier über die CD oder über Smart Install eingerichtet werden. Für diesen Test wird auf Smart Install zurückgegriffen. Zunächst muss der Konfigurationsbericht ausgedruckt werden, indem auf dem Bedienfeld die Setup-Taste (mit dem Schraubschlüssel) gedrückt und dann mit der Pfeiltaste im Menü „Berichte“ und dann „Config-Bericht“ gewählt wird. Der Drucker wirft dann zwei Seiten mit Konfigurationsdetails aus, inklusive der IP-Adresse des Druckers. Die Adresse muss dann im Browser des PCs eingegeben werden. Auf der folgenden Webseite muss im Anschluss der HP Smart Install Reiter angeklickt und dann nur noch der grüne Download-Button gedrückt werden, um die Software zu installieren. Nach dem kurzen Download, druckt der Drucker eine Testseite, die die Verbindung mit dem Netzwerk bestätigt.

Das Procedere für die WLAN-Einbindung in ein 802.11b/g/n-Netz ist nahezu identisch, abgesehen davon, dass außerdem die SSID und das Kennwort eingeben werden müssen, um den Prozess zu starten. Sobald der Drucker den Router findet, bestätigt ein WLAN-Button vorne am Bedienfeld die Verbindung. Zur Bestätigung wird ein entsprechendes Informationsblatt ausgedruckt und die Verbindung steht.

Mit allen drei Verbindungsmöglichkeiten ist es ein Kinderspiel, den LaserJet einzurichten. Nach der Installation arbeitet der HP zuverlässig und vergleichsweise leise. Die einzige Beanstandung aus Umweltsicht ist die fehlende Möglichkeit die Blätter automatisch zu drehen, sprich eine automatische Duplexeinheit. HPs löst das Problem auf seine Weise und ruft zum Papiersparen mit der Bitte auf, den Duplexdruck einfach manuell durchzuführen.

Das Bedienfeld mit der LCD-Statusanzeige ist klein, aber gut ausgestattet, und bietet alle Tasten an, die für die Bedienung des Druckers relevant sind. Ein Nummernblock sitzt unterhalb der zweizeiligen Anzeige, und darunter liegen zwei zusätzliche Tasten, um einen Druckjob zu starten oder zu beenden. Außerdem gibt es noch weitere Tasten, um beispielsweise die Helligkeit zu verändern oder einen Faxjob zu starten. Leider gibt es keinen Autoscan-Button. In der Praxis bedeutet dies, dass der Scanprozess zunächst am PC gestartet und dann am Kombigerät beendet werden muss.

Die Papierzufuhr fasst 150 Blatt, die automatische Dokumentenzufuhr 35 Blatt. Eine geschlossene Papierkassette bietet der HP allerdings nicht. Büros, für die eine Kapazität von 150 Blatt zu gering ist, sollten sich Modelle, wie beispielsweise den HP LaserJet 1606dn ansehen, der Platz für 250 Blatt bietet.

HP gibt die maximale monatlichen Seitenauslastung des Druckers mit 8000 Seiten an, empfohlen ist ein Volumen von 250 bis 2000 Seiten. Eine Ersatztonerkassette für den LaserJet Pro M1217nfw kostet 70 Euro und reicht für etwa 1600 Seiten, was budgetfreundliche 4,4 Cent pro Blatt ergibt.

Bei Bürodruckern ist es gängige Praxis eine Starter-Tonerkassette (beim HP reicht sie für 700 Seiten) mitzuliefern, um die Anschaffungskosten geringer zu halten. Deshalb sollte man beachten, dass die mitgelieferte Kassette schneller leer ist. Große Büros, die ein Arbeitspferd fürs Netzwerk suchen, sollten unter Umständen zu einer leistungsstärkeren Maschine mit höherer monatlicher Seitenleistung, Tonenkassetten mit höherer Kapazität und niedrigeren Seitenkosten greifen.

Neueste Kommentare 

1 Kommentar zu HP LaserJet Pro M1217nfw: Kombigerät im Test

Kommentar hinzufügen
  • Am 14. August 2012 um 14:23 von Frank Drebin

    Drucktechnologie Tintenstrahl? Interessant…

Kommentare sind bei diesem Artikel deaktiviert.