NAS-Server: Auswahltipps für kleine Unternehmen

Der RAID-Level ist schon genannt, andere Funktionen beziehungsweise Merkmale wie Gigabit, Universal Plug and Play (UPnP), FTP- und Print-Server sind längst Standard. Bei vielen anderen Details aber unterscheiden sich die Hersteller und Modelle.

Einen doppelten Netzwerkanschluss mit MC/S-Unterstützung (Multiple Connections per Session) gibt es meist erst ab 400 oder 500 Euro aufwärts. Formal unterstützen die meisten NAS-Server auch das Apple Filing Protocol (AFP), in der Praxis erweisen sich etliche Laufwerke aber dann doch als nicht kompatibel zur Backup-Software Time Machine, die ab Mac OS X 10.5 im Betriebssystem steckt. Gerade Unternehmen, die mit gemischten Umgebungen arbeiten, sollten sich vor der Anschaffung eine zentralen Datenspeichers beim Hersteller versichern, dass alle gewünschten Funktionen unterstützt werden.

TS-219P+ von Qnap (Bild: Qnap).
Zwei Festplatten passen in das Modell TS-219P+ von Qnap zum Preis von gut 300 Euro (Bild: Qnap).

Besonders aufzupassen gilt es im Mischbetrieb mit verschiedenen Betriebssystemen bei den Network-Direct-Attached-Storage-Systemen. Diese NDAS-Platten sind zwar deutlich schneller als herkömmliche NAS-Laufwerke, doch müssen sie über das proprietäre LPX-Protokoll eingebunden werden. Deshalb benötigen sie auf jedem Rechner einen separat installierten Treiber, sonst ist der Datenspeicher nicht erreichbar. Was bei Windows-PCs nur etwas zusätzliche Arbeit erfordert, stellt sich in einem Netzwerk mit Linux und Mac sowie auf netzwerkfähigen Endgeräten der Unterhaltungselektronik als unüberwindliches Hindernis da. Ferner bieten NDAS-Laufwerke keinen Zugriff über das Internet.

Dabei stellt die plattformübergreifende Datenverfügbarkeit gerade für Firmen einen entscheidenden Vorteil eines Netzlaufwerkes dar: Hat ein Außendienstmitarbeiter oder sonst jemand unterwegs eine wichtige Datei vergessen, loggt er sich schnell auf dem Datenspeicher ein und lädt die gewünschte Datei herunter – das lässt sich auch mit dem Smartphone erledigen.

Themenseiten: Buffalo, IT-Business, Linksys, Mittelstand, QNAP, Storage, Synology, Technologien

Fanden Sie diesen Artikel nützlich?
Content Loading ...
Whitepaper

Artikel empfehlen:

Neueste Kommentare 

2 Kommentare zu NAS-Server: Auswahltipps für kleine Unternehmen

Kommentar hinzufügen
  • Am 22. März 2011 um 1:13 von Matze

    iSCSI vergessen
    eines der wichtigsten Features ist iSCSI, ansonsten kann man ein backup mit Server2008 Bordmitteln vergessen…

    • Am 24. März 2011 um 21:10 von Udo

      AW: iSCSI vergessen
      Das stimmt. Wobei es aber ein absolutes Manko des 2008er Servers ist, dass die Wiederherstellungskonsole keine UNC-Pfade, bzw. Netzlaufwerke als Wiederherstellungsort akzeptiert. Daher, iSCSI absolutes MUSS !

Kommentare sind bei diesem Artikel deaktiviert.