Apple iPad 2 im Test: deutlich besser als der Vorgänger?

Es gibt laut Apple mehr Spiele für das iPad als für alle anderen Tablets, und viele Titel bewegen sich in Sachen Grafik und Story auf einer Stufe mit vollwertigen Konsolentiteln. Mit dem neuen Prozessor laufen auch extrem aufwändige Spiele wie Infinity Blade mit einer sehr guten Performance. Schade, dass die Displayauflösung von 1024 mal 768 Pixel unverändert ist. Man hätte sich iPad 2 ein Retina-Display gewünscht, wie es im iPhone 4 zum Einsatz kommt. Aber das hebt sich Apple wohl fürs nächste Mal auf.

Natürlich bestimmt nicht nur die Pixelzahl die Qualität eines Displays. Apple setzt wie beim ersten iPad auf ein IPS-Panel. Die Displaytechnologie überzeugt mit herausragenden Blickwinkeln in jeder Richtung. Fotos und Videos sehen auf dem 9,7-Zoll-Bildschirm nach wie vor großartig aus. Im direkten Vergleich zum Vorgänger wirkt die Anzeige farblich etwas wärmer. Kontrast und Schwarzwerte bewegen sich auf dem selben, sehr guten Niveau.

Derzeit wird das iPad 2 im Testlabor von CNET.com auf Herz und Nieren geprüft. Sobald neue Ergebnisse bezüglich Spiele- und Browserleistung sowie Akkulaufzeit zur Verfügung stehen, wird der Testbericht auf den neuesten Stand gebracht.

Lohnt sich das Upgrade?

Wer sich eigentlich das erste iPad kaufen wollte, aber doch gewartet hat: Herzlichen Glückwunsch, richtige Entscheidung getroffen. Das iPad 2 kann alles, was der Vorgänger zu bieten hat – und mehr.

Hält man allerdings gerade ein iPad der ersten Generation in der Hand und wägt das Upgrade ab, dann lautet die vernünftige Antwort in den meisten Fällen: Finger weg. Ein nur paar Nischenanwendungen, in denen das iPad 2 derartige Fortschritte gemacht hat, dass sich das Upgrade lohnt: Etwa, wenn die gesamte Familie nur noch über FaceTime kommuniziert. Diese Funktion wird es per Software-Update mangels Kamera niemals auf das erste iPad schaffen. Und für etliche Business-User könnte der HDMI-Ausgang zum Spiegeln von Präsentationen auf den Beamer eine kritische Funktion darstellen.

Alle anderen iPad-Besitzer sparen sich aber besser die Anschaffungskosten von vermutlich rund 500 bis 800 Euro – je nach Modell. Sie sollten auf das iPad 3 warten, das dann wohl einen deutlich größeren Mehrwert im Vergleich zum ersten Apple-Tablet mitbringen wird, etwa ein hochauflösenderes Display.

Fazit

Legt Apple mit dem iPad 2 die Tablet-Messlatte für 2011 fest? Kein Zweifel. Es hat die meisten Apps, das dünnste Gehäuse, die längste Akkulaufzeit, einen sehr wettbewerbsfähigen Preis und dank des ersten iPad bereits hunderttausende Fans. Die Konkurrenten mit Google-Betriebssystem sowie HP und RIM werden dennoch für einen interessanten Markt in diesem Jahr sorgen. Aber so schnell kommt kein Gerät am iPad 2 vorbei.

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ZDNet.de Redaktion

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