Die besten Tipps und Tricks für gerootete Android-Telefone

Android verfügt über eine Reihe von globalen Variablen, die System-Properties genannt werden. Mit den Befehlen getprop und setprop lassen sie sich anzeigen und ändern. So kann man eine Reihe interessanter Tweaks erzeugen.

Eine Liste aller Properties erhält man mit

adb shell getprop

Man unterscheidet drei Arten von System-Properties. Diejenigen, die mit ro. beginnen, sind als read-only gekennzeichnet. Sie lassen sich eigentlich nicht ändern. Properties mit persist. am Anfang bleiben auch nach einem Neustart des Telefons erhalten, alle anderen werden bei einem Neustart zurückgesetzt.

Wer etwa nicht die DNS-Server seines Providers nutzen will, sondern andere, weil der Provider falsche Antworten gibt, kann das über die Properties net.dns1 und net.dns2 erreichen. Um beispielsweise die zensurfreien DNS-Server von Google zu nutzen, nutzt man folgende Kommandos:

adb shell setprop net.dns1 8.8.8.8
adb shell setprop net.dns2 8.8.4.4

Allerdings ist zu beachten, dass diese Einstellung zurückgesetzt wird, sobald sich das Telefon in ein neues Netz einloggt. Das ist etwa der Fall, wenn das Handy zwischen WLAN und Mobilfunknetz wechselt oder sich nach einer Empfangsunterbrechung neu im Netz anmeldet.

Auch lässt sich dem Smartphone ein fremdes Mobilfunknetz vortäuschen. Einige Mobilfunk-Provider erlauben keinen Vollzugriff auf den Android-Market. Man kann keine kostenpflichtigen Apps kaufen.

Nutzer einer deutschen SIM-Karte sind nicht betroffen. Wer jedoch eine Karte des österreichischen Anbieters bob in sein Handy eingelegt hat, kann nur kostenfreie Apps im Market laden. Man kann dieses Problem umgehen, indem man MCC und MNC eines anderen Providers vortäuscht, etwa 23201 für A1 Telekom Austria, der Muttergesellschaft von bob, oder auch 26207 für O2.

Man erreicht das mit folgenden Befehlen:

adb shell setprop gsm.sim.operator.numeric 23201
adb shell busybox killall com.android.vending
adb shell rm -r /data/data/com.android.vending/cache/*

Die beiden letzten Befehle stellen sicher, dass die Market-App neu gestartet und der Cache gelöscht wird.

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ZDNet.de Redaktion

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