Gingerbread – oder Android 2.3 – bringt etliche Änderungen im Vergleich zu den früheren Versionen mit. Die meisten davon spielen sich aber unter der Haube ab. Wer jetzt schon mit Android 2.2 alias Froyo vertraut ist, wird kaum größere Unterschiede bemerken. Langweilig ist die neue Version deswegen nicht. Vor allem wirkt alles einfach etwas runder und flüssiger, aber der Sprung von Eclair (2.1) zu Froyo war aus Anwendersicht größer.

Erwähnenswert ist die überarbeitete Copy-and-Paste-Funktion. Ein langer Fingertipp auf ein Wort markiert es und blendet zwei neue Pfeile ein, mit denen der Nutzer die Markierung verändern kann. Das klingt zwar nur nach einer minimalen Änderung, verbessert die Bedienung aber spürbar.

Außerdem kann man sich über die neue virtuelle Tastatur freuen. Die einzelnen Buchstaben sind nun rechteckiger ausgeführt und haben einen größeren Abstand zueinander – damit soll das Tippen deutlich schneller klappen. Unterstützt wird das noch durch auffälligere Einblendungen der Eingabehilfe. Aber leider ist standardmäßig die tolle, extrem schnelle Swype-Tastatur nicht vorhanden.

Apropos Texteingabe: Die Sprachsteuerung ist nun auch in der Lage, Textkorrekturen durchzuführen. Dafür markiert man ein falsches Wort mit einem langen Fingertipp, drückt auf das Mikrofon-Symbol im Tastenfeld und spricht das richtige Wort ein. Dank Multitouch kann man beim Tippen auch zwei Finger gleichzeitig einsetzen – und beispielsweise die Shift-Taste gedrückt halten, während man ein Wort oder eine Abkürzung in Großbuchstaben eingibt.

Neu und äußerst willkommen ist der überarbeitete App Manager. Auf den ersten Blick unterscheidet er sich nicht von der bisherigen Programmverwaltung, es gibt aber eine praktische neue Sortieroption: Auf Wunsch zeigt das Tool nun an, wie oft man welche App benutzt.

Außerdem mit am Start ist die Unterstützung von NFC, doch dazu später mehr. Dazu kommen Voice-over-IP-Gespräche über den SIP-Standard, Erweiterungen für Spiele-Entwickler, neue Audio-Effekte oder die Möglichkeit, Schwerkraft- oder Luftdrucksensoren anzusteuern – sowie das neue Gyroskop, das beim Nexus S erstmals zum Einsatz kommt und wie im iPhone 4 Verbesserungen bei der Bedienung von Spielen verspricht.

Abstriche gegenüber früheren Android-Versionen muss man nicht in Kauf nehmen. Google Maps inklusive Navigation sind ebenso integriert wie Google Mail, E-Mail-Synchronisierung mit Exchange-Servern und so weiter. Dazu kommt der flotte Webbrowser, der Flash uneingeschränkt unterstützt. Apps lädt der Anwender entweder über Googles App Store Android Market herunter oder kopiert sie einfach per USB auf das Gerät.

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