HTC Desire Z und HD: So rootet man die neuen Handys

Nach der Installation des ROM Managers aus dem Market ist das Aufspielen des inzwischen für viele Android-Smartphones erhältliche ClockworkMod Recovery in das Root der SD-Karte möglich. Dabei wird die Wiederherstellungsfunktion des Android-Smartphones gegen eine manipulierte Variante ausgetauscht, die das Anfertigen und Einspielen von Backups sowie von angepassten Betriebssystemversionen – den Custom ROMs – ermöglicht.

Das klappt durch einen Fingertipp auf ClockworkMod Recovery installieren. Das Programm fragt danach sicherheitshalber noch den Gerätetypen ab. Beim HTC Desire Z erscheint hier G2 – unter diesem Namen ist ein baugleiches Modell bei T-Mobile in den USA erhältlich. Man kann die Abfrage also bedenkenlos bestätigen. Das Desire HD meldet sich als „HTC Desire HD“.

Sobald das Einspielen des Recovery ROMs abgeschlossen ist, lässt sich ein Backup vom Gerät anlegen. Das klappt am einfachsten ebenfalls über den ROM Manager und den Menüpunkt Sicherung des aktuellen ROMs. Dabei sichert das Smartphone das komplette Betriebssystem inklusive aller Einstellungen und Apps auf der microSD-Speicherkarte. Über den Punkt Verwaltung und Wiederherstellung lässt sich das Abbild jederzeit wieder einspielen.

Sicherheitshalber fragt der ROM Manager vor dem Einspielen des manipulierten Recovery ROMs nach, ob er das Smartphone richtig erkannt hat. Die Auswahl von G2 ist beim HTC Desire Z in Ordnung.
Sicherheitshalber fragt der ROM Manager vor dem Einspielen des manipulierten Recovery ROMs nach, ob er das Smartphone richtig erkannt hat. Die Auswahl von G2 ist beim HTC Desire Z in Ordnung.

Achtung: Gelegentlich schlägt die Installation des Recovery ROMs fehl, obwohl keine entsprechende Meldung erscheint. Das fällt spätestens dann auf, wenn man versucht, ein Backup anzulegen. Dann startet das Handy nämlich neu – und hängt sich beim Booten auf, wenn der Vorgang nicht geklappt hat. Keine Panik, an dieser Stelle lässt es sich durch Herausnehmen und Wiedereinsetzen des Akkus wieder in Betrieb nehmen und fährt dann ganz normal hoch. Ein erneuter Fingertipp auf ClockworkMod Recovery installieren sollte das Problem beheben.

Die Datei update.zip im Root der SD-Karte sollte man immer aufbewahren. Wer später ein Update auf ein ungerootetes ROM macht oder ein ROM eingespielt, das nicht bootet, kann man ClockworkMod starten, ohne dass das eigentliche ROM gebootet werden muss.

Dazu schaltet man das Telefon durch Herausnehmen der Batterie (wichtig!) aus. Nach dem Wiedereinsetzen des Akkus hält man die Taste Vol- gedrückt und schaltet das Telefon mit der Power-Taste ein. Anschließend erscheint das Bootloader-Menü. Hier wählt man mit den Tasten Vol+ und Vol- den Punkt RECOVERY aus und drückt die Power-Taste.

Kurz darauf erscheint ein Achtung-Symbol. Durch gleichzeitigen Druck auf Vol+ und Power gelangt man ins Menü. Dort wählt man apply update.zip. Danach startet ClockworkMod. Hier lässt sich beispielsweise mit Backup and Restore ein Backup einspielen, dass man vorher angelegt hat, oder ein neues ROM von der SD-Karte einspielen.

Für die Backups des ROM Managers ist ein Neustart nötig. Dann schreibt das Nandroid genannte Tool eine Sicherungskopie des Smartphones auf die eingelegte microSD-Speicherkarte.
Für die Backups des ROM Managers ist ein Neustart nötig. Dann schreibt das Nandroid genannte Tool eine Sicherungskopie des Smartphones auf die eingelegte microSD-Speicherkarte.

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Neueste Kommentare 

3 Kommentare zu HTC Desire Z und HD: So rootet man die neuen Handys

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  • Am 30. November 2010 um 18:18 von jogi

    usb debugging
    wenn man das rooten mit dem visonary machen will, muss man unter anwendungen, entwicklung….usb debugging einschalten.

    greetz

  • Am 1. Dezember 2010 um 23:35 von SUDO

    Root-Rechte bei normaler Nutzung?!
    Ein Linux-System mit Root-Rechten zu nutzen gilt als schlechter Stil und nicht ohne Grund. Unter Suse sieht man sogar eine Bombe auf dem Bildschirm (zumindest war es früher so). Selbst unter Windows nutzt man keine Admin-Rechte, wenn man nicht gerade zur Kategorie „DAU“ gehört.
    Aber genau das machen die Android-User jetzt.
    Interessanter wäre, nur temporär für die Installation eines Programms Root-Rechte zu erhalten. Also ein „sudo“ zum Beispiel.

    • Am 23. Dezember 2010 um 18:25 von peter

      AW: Root-Rechte bei normaler Nutzung?!
      nett wärs auf jedenfall, vorallem wenn man bedenkt das man mit diesen spielereien sich das handy zerschniggen kann.
      Ein nativer root miraus auch über 10 mal klicken in tiefen menüs wär echt nett, aber so is das erstma nur suspekt …
      Da bleibt einem nur selber schreiben und hoffen das das noch unter garantie fällt … was mir auch an den handy fehlt ist ne rs232 oder jtag interface wo man wenigstens hardflashen kann
      naja

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