HTC Desire Z und HD: So rootet man die neuen Handys

Obwohl bei den beiden neuen Top-Androiden des taiwanischen Herstellers erstmals eine neue Technik zum Einsatz kommen soll, die das Rooten verhindert, klappt der Vorgang nur wenige Tage bis Wochen nach dem Auftauchen der ersten Geräte so leicht wie nie zuvor. Zeitweise gab es sogar eine App im Android Market, die diese Aufgaben erfüllt. Doch das war wohl sogar Google zu viel und hat den Zensierstift ausgepackt.

Unabhängig davon steht das VISIONary genannte Programm noch im Internet zum Download bereit. Hier gibt es die jeweils aktuellste Version. Man kann das Programm entweder direkt mit dem Handy herunterladen und ausführen, oder per Computer herunterladen und via USB auf das Smartphone kopieren. Um die APK-Datei starten zu können, muss in den Einstellungen des Handys unter Anwendungen der Haken bei Unbekannte Quellen gesetzt sein. Und wer VISIONary per Computer auf das Desire kopiert, benötigt dort einen Dateimanager wie Astro, um die Datei auf der SD-Karte zu finden und zu starten.

Nach der Installation von VISIONary ist man eigentlich auch schon fertig. In der App gibt es nun mehrere Optionen, um Root-Rechte zu erhalten. Temproot now sorgt für die gewünschte Manipulation am System bis zum nächsten Neustart – danach ist wieder alles so wie vorher. Temproot on boot kümmert sich um die automatische Rechteerweiterung nach jedem Neustart, und Attempt Permroot versucht, eine dauerhafte Manipulation durchzuführen, die auch nach dem Neustart oder der Deinstallation von VISIONary bestehen bleibt. Im ZDNet-Test war das dauerhafte „rooten“ weder bei einem Desire Z noch bei einem Desire HD ein Problem. Damit das jedoch klappt, ist aber zunächst ein Fingertipp auf Temproot now und ein Reboot nötig. Ein Fingertipp auf Unroot now macht die Änderungen wieder rückgängig.

Die App VISIONary ist der Schlüssel zum Erfolg. Sie nutzt Sicherheitslücken beim HTC Desire HD und beim Desire Z aus, um Root-Rechte zu erlangen.
Die App VISIONary ist der Schlüssel zum Erfolg. Sie nutzt Sicherheitslücken beim HTC Desire HD und beim Desire Z aus, um Root-Rechte zu erlangen.

Recovery ROM austauschen

Der eigentliche Jailbreak – das Rooten – ist also schon geschafft. Und damit stimmen auch alle Voraussetzungen, um die eingangs erwähnten Programme zu nutzen. Wer den nächsten Schritt gehen und auch die Möglichkeit haben möchte, angepasste Firmware-Versionen laufen zu lassen, sollte ClockworkMod installieren. Das ist eine alternative Recovery-Firmware, die es erlaubt, jedes beliebige ROM einzuspielen, unabhängig davon, ob es eine gültige Signatur besitzt.

Zudem muss man damit rechnen, dass neuere Firmwareversionen sich nicht so einfach durch die Installation einer App rooten lassen wie die aktuelle Version. Wer seine Root-Rechte auch nach einem Firmware-Update nicht verlieren möchte, sollte immer ein ClockworkMod-Image parat haben.

Die Market-App ROM Manager kümmert sich automatisch um die Installation von ClockworkMod. Das Desire Z und das Desire HD werden in der aktuellen Version unterstützt.

Der nächste Schritt: Nur einen Fingertipp entfernt ist die Möglichkeit, angepasste Firmware-Versionen einzuspielen und komplette Backups anzulegen.
Der nächste Schritt: Nur einen Fingertipp entfernt ist die Möglichkeit, angepasste Firmware-Versionen einzuspielen und komplette Backups anzulegen.

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Neueste Kommentare 

3 Kommentare zu HTC Desire Z und HD: So rootet man die neuen Handys

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  • Am 30. November 2010 um 18:18 von jogi

    usb debugging
    wenn man das rooten mit dem visonary machen will, muss man unter anwendungen, entwicklung….usb debugging einschalten.

    greetz

  • Am 1. Dezember 2010 um 23:35 von SUDO

    Root-Rechte bei normaler Nutzung?!
    Ein Linux-System mit Root-Rechten zu nutzen gilt als schlechter Stil und nicht ohne Grund. Unter Suse sieht man sogar eine Bombe auf dem Bildschirm (zumindest war es früher so). Selbst unter Windows nutzt man keine Admin-Rechte, wenn man nicht gerade zur Kategorie „DAU“ gehört.
    Aber genau das machen die Android-User jetzt.
    Interessanter wäre, nur temporär für die Installation eines Programms Root-Rechte zu erhalten. Also ein „sudo“ zum Beispiel.

    • Am 23. Dezember 2010 um 18:25 von peter

      AW: Root-Rechte bei normaler Nutzung?!
      nett wärs auf jedenfall, vorallem wenn man bedenkt das man mit diesen spielereien sich das handy zerschniggen kann.
      Ein nativer root miraus auch über 10 mal klicken in tiefen menüs wär echt nett, aber so is das erstma nur suspekt …
      Da bleibt einem nur selber schreiben und hoffen das das noch unter garantie fällt … was mir auch an den handy fehlt ist ne rs232 oder jtag interface wo man wenigstens hardflashen kann
      naja

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