Die Philosophie hinter dem Schenker MySN QXG7 ist schnell beschrieben: von allem nur das Beste. Der Leipziger Notebook-OEM verbaut mit dem 6-Kern-Chip Core i7-980X Intels schnellsten Prozessor – der aber eigentlich nur für Desktop-Rechner konzipiert ist. Mit von der Partie sind auch drei Intel-SSDs im RAID-0-Verbund und die schnellste Nvidia-Grafik. ZDNet hat getestet, was der 5,3 Kilo schwere Bolide leistet.

Vom außen ähnelt das Schenker aus wie eine Stereoanlage aus den 70ern. Abgesehen von den Abmessungen, die mit 39,7 mal 29,8 mal 6 Zentimetern übliche Notebook-Dimensionen sprengen, gibt es keine Hinweise auf das hochwertige und kostspielige Innenleben. Das mit einer Glanzschicht überzogene Gehäuse besth aus dunkelgrauem Kunststoff. Ein kleiner Lichtblick ist lediglich der Deckel, der einer Alu-Auflage hat. Insgesamt kann man in dieser Disziplin deutlich mehr erwarten. Das hat auch Schenker erkannt und will das Gerät im Juli mit einem neuen Chassis ausstatten. Geplant sind auch eine Chiclet-Tastatur und ein Display mit LED-Backlight.

Die Tastatur mit Ziffernblock geht im Prinzip in Ordnung, biegt sich bei stärkerem Druck aber leicht durch. Das Touchpad hätte ruhig etwas größer ausfallen können – gerade angesichts der generösen Platzverhältnisse der Handballenauflage. Leider unterstützt es kein Multitouch, um beispielsweise Bilder und Websites schnell zu zoomen.

Auf der rechten Seite sind vier USB-Ports positioniert. Leider unterstützen sie nur den USB-2.0-Standard. Für ein so schnelles Gerät wäre USB 3.0 angebracht. Das bietet Schenker derzeit aber auch nicht gegen Aufpeis. eSATA und Firewire sind integriert. Erweiterungen können über den integrierten Expresscard-Slot 34/54 vorgenommen werden. An Bord sind WLAN nach 802.11b/g/n und Bluetooth 2.1. Die Ansteuerung externer Monitore erfolgt per HDMI oder DVI.

Der 17,1-Zoll-Screen im 16:10-Format löst 1920 mal 1200 Pixel auf. Er ist mit einer Spiegelbeschichtung versehen – deutlich sichtbare Reflektionen sind kaum zu vermeiden. Schade: Zwar können fast alle Komponenten des GXG7 auf der Website individuell konfiguriert werden, eine matte Anzeige, für die es sicherlich Interessenten gibt, steht aber nicht zur Auswahl. Im Rand des Bildschirms ist eine 2-Megapixel-Webcam integriert.

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5 Kommentare zu MySN QXG7 im Test: 6 Kerne, 3 SSDs und Power-Grafik

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  • Am 22. April 2010 um 9:32 von predator

    Desktopersatz mit Desktoptechnik
    Wow ! Endlich ein echter Ersatz für den Desktop

  • Am 22. April 2010 um 14:34 von Herbe

    RAID
    Wenn man schon drei physische Laufwerke verbaut, dann sollte man doch RAID 5 nutzen. Damit kann dann sehr wohl eine SSD oder HDD ausfallen, ohne daß die Daten unwiderruflich verloren sind …
    RAID5 = RAID0 plus dritte SSD in X-OR mit SSD1 & SSD2;
    RAID0 = SSD1 parallel mit SSD2 für 64 bit Parallelzugriff ( 2x 32 bit)

    • Am 29. April 2010 um 14:51 von bla

      AW: RAID
      Hier wird aber ein RAID 0 über alle drei Festplatten aus Performancegründen erstellt und nicht nur über zwei Festplatten

  • Am 6. Dezember 2010 um 19:46 von rübenschwein

    media show espresso
    Hi, verstehe nicht weshalb überall Tests mit Mediashow Espresso gemacht werden.
    Hat sich noch nie jemand die unbrauchbaren Ergebnisse, die diese Software abliefert, angesehen?

  • Am 31. August 2011 um 3:01 von David

    mySN QXG7
    Ich bin seit April 2010 im Besitz eines QXG7 mit einer i7-980X CPU. Nach neun Monaten fielen ohne Vorwarnung alle Lüfteraus. Während (Netzbetrieb) bzw. nach (Batteriebetrieb) dem Bootvorgang schaltete sich der Laptop wegen Überhitzung ab. Obwohl dies ein Garantiefall war, gab es ein ewiges Gezerre mit Schenker Noteboks, bevor der Laptop überhaupt zur Reparatur angenommen wurde. Die reparatur wurde _nicht_ als Garantiefall anerkannt. Schenker Notebooks verweigerte die Rücksendung, solamge die Reparatur von mir nicht bezahlt wurde. In den letzten Wochen kam es schon wieder öfters zum Abschalten des Notebooks, bevor der Bootmanager geladen werden konnte. Was nützt die high-end Hardware, wenn das BIOS und/oder das mainboard des QXG7 (barebone Clevo 900F) nicht in der Lage sind, diese stabil am Laufen zu halten?
    Mit einem AMI-BIOS von 2008 ist der Clevo barebone garantiert nur für einen Quad-core ausgelegt. Die neuere BIOS-version von 2010 läuft nicht stabil, das Notebook greift dann auf die „default version“ (1.00.09) von 2008 zurück. Bloß weil der Barebone einen LGA-1366 Sockel hat, heißt das noch nicht, dass er mit einer i7-980X CPU klar kommt. So ein Fall kommt immer mal wieder vor, z.B. bei Dell Power Edge SC1435 Servern, deren Sockel F zwar hexa-core Opterons aufnimmt (z.B. model 2427), aber im BIOS nur vier Threads unterstützt werden. Die Maschine bootet gar nicht erst und bringt eine Fehlermeldung, dass hexa-core Opterons nicht unterstützt werden. Wie bei mySN gab es auch bei Dell keine Informationen zur Kompatibilität aller verfügbarer CPUs mit gleichem Sockel.

    FAZIT: Das QXG7 ist der schnellste Laptop mit unstabiler Hardware und/oder einem BIOS, was den Dauerbetrieb einer hexa-core CPU _nicht_ handeln kann. Der Service von mySN ist _extrem_ schlecht. Man rechnet wahrscheinlich damit, dass die Kunden keine rechtlichen Schritte gegen mySN unternehmen, da diese die Kosten des Notebooks übersteigen könnten.

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