Samsungs günstiges Touchscreen-Telefon Corby S3650 sieht gut aus und bringt viele Smartphone-Funktionen mit, obwohl es eher den Handys zugeordnet werden darf. Austauschbare Gehäuseschalen und die Integration von Facebook runden das Gesamtpaket bei einem Preis von 229 Euro ab. Ob dadurch das Fehlen von UMTS und WLAN kompensiert werden kann, zeigt der Test.

Design und Bedienung

Das Corby ist für ein Touchscreen-Handy sehr klein und leicht. Die austauschbaren Akkudeckel wirken auf den ersten Blick wie ein einfaches Gimmick, haben in der Praxis aber einen erstaunlich großen Einfluss auf die optische Wirkung des Geräts. Wenn man hier auf Weiß setzt, wirkt das Samsung deutlich seriöser. Mit knalligem Orange oder Pink dürfte es eher eine jüngere Zielgruppe ansprechen.

Das Handy liegt gut in der Hand und fühlt sich hochwertig an. Wer sich auf die Suche nach Kritikpunkten macht, stolpert hier und da über ein paar Kleinigkeiten – beispielsweise findet sich der Micro-SD-Speicherkartenslot unterhalb der Akkuabdeckung. Immerhin sitzt die Speicherkarte nicht unter der Batterie, man muss das Corby also nicht ausschalten, um die Karte wechseln zu können.

Bei der Oberfläche haben sich die Entwickler richtig Mühe gegeben: Es gibt drei verschiedene Home-Screens und eine Art Sidebar, die diverse Widgets enthält. Darunter finden sich Mini-Anwendungen für Facebook, Youtube und Twitter. Der Nutzer bekommt durch leichte Vibration ein fühlbares Feedback, wenn er eine Schaltfläche auf dem berührungssensitiven Display aktiviert hat. Von anderen Samsung-Handys ist die Funktion „Smart Unlock“ bereits bekannt. Mit ihr lässt sich die Tastensperre durch das Zeichnen eines Buchstabens beziehungsweise einer Geste aufheben. Dabei kann der Nutzer selbst einstellen, welches Zeichen welche Applikation startet.

Die üblichen Programme, darunter Kalender, Dateibrowser und MP3-Player, finden sich im Hauptmenü. Dort gibt es auch ein äußerst attraktives Telefonbuch, das die gespeicherten Kontakte mit Bild anzeigt.

Touchscreen

Nicht ganz so flott wie erwartet ist das Corby im Praxiseinsatz. Der Touchscreen reagiert schlicht nicht so gut wie bei anderen Geräten dieser Kategorie. Damit kann der Gebrauch des Handys manchmal anstrengend werden. So passiert es im Test beispielsweise häufiger, dass einzelne Einträge einer Liste auswählt werden, anstatt die gesamte Liste zu Scrollen.

Fatal ist allerdings, dass es schlicht keine QWERTZ-Tastatur gibt. Wenn man SMS-Nachrichten, E-Mails, Facebook-Updates oder Twitter-Posts tippen möchte, steht dafür lediglich eine virtuelle, mehrfach belegte Handytastatur mit der Eingabehilfe T9 zur Verfügung. Das ist schade – zumal auf der 2,8 Zoll große Anzeige sicherlich auch ein größeres Tastenfeld Platz gefunden hätte. Beim HTC Tattoo klappt es ja auch.

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