Der neue Kompass ist direkt auf den Homescreen des iPhone 3G S abgelegt. Das wie üblich hübsch aussehende Programm imitiert einen „analogen“ Kompass, der die Richtung und die aktuelle Position anzeigt. Der elektronische Sensor im Inneren des Handys ist allerdings sehr empfindlich und reagiert – wie sein analoges Pendant – auf Störquellen wie Lautsprecher oder andere Magnetfelder.

iPhone 3G S
Der neue Kompass zeigt die aktuelle Position und die Richtung. Er ist auch in der Lage, die Kartenausrichtung von Google Maps an die aktuelle Gehrichtung anzupassen.

Viel wichtiger als die simple Kompassanwendung ist die Integration in Google Maps. Wie gehabt zeigt das Programm die über GPS ermittelte Position an. Neu ist allerdings, dass die Karte auf Wunsch neu ausgerichtet wird – vorne entspricht dann oben. Das ist besonders praktisch, wenn man zu Fuß unterwegs ist, um sich etwa nach dem Aussteigen aus der U-Bahn zu orientieren.

Barrierefreiheit

Das neue iPhone hat nun erstmals Funktionen, die körperlich behinderte Menschen unterstützen können. Wer beispielsweise nur eingeschränkt sieht, lässt sich auf Wunsch den Inhalt von Fenstern oder die Beschriftung von Menüpunkten vorlesen. Auf Wunsch gibt das Smartphone auch die aktuelle Uhrzeit oder den Status und die Ausrichtung der Anzeige (ge- oder entsperrt, Hoch- oder Querformat) sowie tiefergehende Informationen wie Akkuladestand oder WLAN- und Handynetzverbindung an. Beim Tippen nennt es jeden aktivierten Buchstaben und schlägt Korrekturen akustisch vor. Selbst das Vorlesen von SMS-Nachrichten, E-Mails oder ganzen Webseiten funktioniert.


Wer Probleme hat, die schwarze Schrift auf weißem Hintergrund zu lesen, invertiert die Farben einfach im Menü.

VoiceOver erleichtert es Sehbehinderten, das iPhone zu bedienen. Allerdings ändert sich dann die Steuerung des Interfaces deutlich. Programme öffnen Anwender beispielsweise nun per Doppelklick. Tippt der User einfach auf ein Symbol, so liest das Smartphone dessen Beschriftung zunächst nur vor. Für die Sprachausgabe stehen 21 verschiedene Sprachen zur Verfügung; die Sprechgeschwindigkeit ist konfigurierbar. VoiceOver funktioniert mit allen nativen Programmen – Third-Party-Software unterstützt das Feature nicht immer.

Wer Probleme hat, die kleinen Icons auf dem Display zu erkennen, kann die Zoomfunktion überall aktivieren. So lassen sich durch ein Spreitzen von zwei Fingern auch Home-, Unlock- und Spotlight-Screen beliebig vergrößern. Das Lupenfeature arbeitet sowohl in mitgelieferten als auch in Third-Party-Anwendungen. Bislang funktionierte das lediglich bei Fotos, E-Mails und im Browserfenster. VoiceOver und Überall-Zoom lassen sich nicht gleichzeitig aktivieren.

Der Kontrast des Displays lässt sich umdrehen – so stellt das iPhone weiße Schrift auf schwarzem Untergrund dar. Der Homescreen hat dann ebenfalls einen weißen Hintergrund. Seltsam: Neben Icons sind auch Fotos in der Gallery dann invertiert.

Neueste Kommentare 

7 Kommentare zu iPhone 3GS im Test: Ist es wirklich schneller und besser?

Kommentar hinzufügen
  • Am 19. Juni 2009 um 22:03 von Peter

    Akku und MMS
    Was soll eigentlich ständig die Diskussion um den Akku? Wenn der iPhone Akku mal getauscht werden muss, sind die meisten anderen Handys bereits abgewrackt. Ebenso die Geschichte mit MMS. Kein Mensch braucht ernsthaft MMS, wenn er unbegrenzt E- Mails (ohne Zusatzkosten) mit hochaufgelösten Bildern verschicken kann. Was bezahlt denn der Normal- Handynutzer für diese MMS? Ich jedenfalls habe sie in den letzten Jahren keinesfalls vermisst. Ein zufriedener iPhone 3G- Kunde

  • Am 23. Juni 2009 um 8:29 von Josch

    Kamera
    Mich fasziniert eher das immer auf der Kamera rumgeritten wird. Jeder normal denkende Mensch benutzt eine "richtige" Kamera um Fotos zu machen. Man zahlt heutzutage 500? für ne Kamera mit 18x optischem Zoom, Blitzlicht, 10+MP uvm.
    Und die Kamera im iPhone hat für die technischen Eckdaten eine absolut hervorragende Qualität. Und den eigentlichen Nutzen (mal nen Schnappschuss oder sogar mal Beweisfotos nach nem Autounfall) erfüllt diese locker.

  • Am 23. Juni 2009 um 9:57 von Michael

    Ich verstehe es nicht!
    Warum wird bei dem iPhone negativ bewertet, dass man keine Speicherkarte einsetzen kann? Das iPhone hat nicht wie die meisten anderen Smartphones 1-2 GB Speicherplatz ? es sind bis zu 32 GB! Wozu benötige ich hier eine Speicherkarte? Ist mir völlig unverständlich. Meinen Vorrednern kann ich mich ebenfalls nur anschließen. MMS ist so ziemlich das unnötigste was es gibt. Ein weiterer super zufriedener iPhone 3G Kunde

  • Am 23. Juni 2009 um 11:37 von Rolf C.

    Einfach…
    Ich kann mich meinen Vorrednern ebenfalls in allen Punkten nur anschliessen. Hatte bisher das I900 Omnia von Samsung. Ist auch ein klasse Handy der Oberklasse, aber die Bedienung des iPhones 3GP s ist einfacher. Um es mit einem kurzen Satz auszudrücken. Das Teil ist einfach genial, oder genial einfach!!!!

  • Am 23. Juni 2009 um 15:47 von Gizmo

    Ein paar Antworten…
    @ Peter: Mein Opa hat ein Handy, aber keine E-Mail Adresse. => MMS sinnvoller als eine E-Mail.

    @ Josch: Hast du etwa immer dein Fotoapparat dabei? Also ich nicht, deswegen ist eine gute Kamera mit ein paar Extra-Funktionen im Handy da schon was Feines.

    @ Michael: Wenn man von Bekannten mal schnell was Digitales haben will, seien es Bilder oder Videos, ist eine Speicherkarte immer viel bequemer, als das ganze über den Computer zu machen, besonders wenn man vielleicht zu Besuch ist und nicht alle Kabel dabei hat. Zumal 16 oder 32 GByte auch nicht für Ewigkeiten reichen, vor allem wenn man Musik, Filme oder Spiele drauf hat.

  • Am 5. Juli 2009 um 16:02 von b0rt

    Sprachaufzeichnung
    Sprachaufzeichnung ist sowohl auf dem 2G als auch auf dem 3G ab os 3.0 möglich..

    mfg b0rt

  • Am 9. August 2009 um 16:31 von Peter Sieber

    Sprache
    Woher der Mangel der Sprachqualität kommt, weiss ich nicht. Das iPhone kann es jedenfalls nicht betreffen…! Vielleicht den Provider?

Kommentare sind bei diesem Artikel deaktiviert.