Mit Fujitsu Siemens Computers enden Europas IT-Träume

Synergien erhofft man sich auch durch ergänzende Entwicklungen in Japan und Augsburg sowie die Nutzung von weltweit verteilten Service-Rechenzentren – auch in Billiglohnländern. Hinzu kommt die Hoffnung auf Zukunftsmärkte wie Cloud-Computing, wobei FTS vor allem hochwertige Dienste wie Infrastruktur-Services für Großunternehmen als Geschäftsfeld anpeilt. Allerdings sind in diesem Geschäft längst Sun Microsystems und dessen mögliche künftige Konzernmutter IBM unterwegs.

Dennoch herrscht bei FTS Optimismus. Anders als beim Mischkonzern Siemens bestehe bei Fujitsu, einem Unternehmen, das über 90 Prozent seines Umsatzes von rund 50 Milliarden Euro im IT-Geschäft macht, nicht die Gefahr, zugunsten lukrativer erscheinender Geschäftsbereiche vor die Tür gesetzt zu werden. Das ändert jedoch nichts an der Tatsache, dass mit dem Ende von Fujitsu-Siemens der letzte – wenigstens halbwegs – europäische IT-Konzern von Rang das Handtuch geworfen hat.

Mit Bernd Wagner ist seit Februar ein Mann aus dem Servicebereich für das operative Deutschlandgeschäft von FSC verantwortlich (Bild: Fujitsu Siemens Computers).
Mit Bernd Wagner ist seit Februar ein Mann aus dem Servicebereich für das operative Deutschlandgeschäft von FSC verantwortlich (Bild: Fujitsu Siemens Computers).

„Falsch“, protestiert Cheftechnologe Reger: „Die Menschen, die Produktionsstätten und die Wertschöpfung bleiben in Europa. Nur der Besitzer hat gewechselt.“ Das ändert aber nichts daran, dass Europa damit die Zukunft der IT-Industrie endgültig Amerika und Asien überlässt.

Themenseiten: Analysen & Kommentare, FSC, FTS, IT-Business, Supercomputing

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