Zu einem Preis von 280 Euro bietet der Dell SP2309W eine gute Performance, VGA-, DVI-, und HDMI-Anschlüsse, eine hohe Auflösung von 2048 mal 1152 Pixel, ein intuitives, robustes und unvergleichbares Onscreen-Display, einen um 360 Grad drehbaren Bildschirm, und fünf USB-Anschlüsse. Im Vergleich zu dem für 580 Euro erhältlichen 24-Zöller Dell UltraSharp 2408WFP kann der SP2309W hinsichtlich Gesamtperformance und Anschlussmöglichkeiten nicht ganz mithalten. Der 220 Euro teure Dell S2409W bietet zwar eine um ein Zoll größere Bildschirmdiagonale, dafür aber eine geringere Auflösung, weniger ergonomische Einstellmöglichkeiten und eine etwas schlechtere Performance. Der Dell SP2309W scheint die perfekte Mischung zu sein.

Die Bildschirmumrandung des 23 Zoll großen Dell SP2309W besticht durch ein tiefes Schwarz im Glossy-Look, in dem sich alles spiegelt – und auf dem sich gerne Fingerabdrücke sammeln. Die Umrandung ist an allen vier Seiten nur 1,9 Zentimeter breit, und am unteren Rand sitzt in der Mitte ein leicht erhöhtes, silbernes Dell-Logo. Mittig am oberen Rand wurde die 2-Megapixel-Webcam integriert. Der Bildschirm ist knapp 2,5 Zentimeter tief (im Vergleich dazu haben die meisten anderen hier getesteten 24-Zoll-Monitore eine Bildschirmtiefe von über 2,5 Zentimeter). Um den Bildschirm herum verläuft ein dünner, etwa 1 Zentimeter breiter Streifen, so dass es der Bildschirm auf eine Breite von gut 56 Zentimeeter bringt, was für Monitore dieser Größe dem Durchschnitt entspricht. Der kreisrunde Standfuß hat einen Durchmesser von 26 Zentimeter und sorgt für einen guten, stabilen Stand. Wenn man seitlich gegen den Bildschirm stößt, ist kaum ein Wackeln oder Schwanken zu bemerken.

Der SP2309W kostet zwar 40 Euro mehr als der Dell S2409W, bietet dafür aber auch mehr. Zunächst einmal ist er dank eines im Fuß integrierten Drehlagers um 360 Grad drehbar. Außerdem befinden sich am oberen und unteren Ende des Fußes Kippgelenke, so dass der Bildschirm komplett nach hinten gekippt werden kann, bis die Anzeigefläche parallel zur Tischoberfläche ausgerichtet ist – wozu das genau gut sein soll, ist allerdings fraglich, da es sich bei diesem Modell nicht um ein berührungsempfindliches Display handelt. Mit einem Touchscreen könnte man den Computer direkt über den Monitor bedienen und so ganz auf die Maus verzichten. Der Bildschirm ist um etwa Zentimeter cm höhenverstellbar, und der Monitor verfügt über fünf USB-Anschlüsse (vier Downstream-Anschlüsse und ein Upstream-Anschluss). Zwei der Downstream-Anschlüsse befinden sich am linken Bildschirmrand, und alle anderen wurden auf der Rückseite rechts neben den Videoanschlüssen untergebracht.

An Videoanschlüssen wartet der Dell SP2309W mit VGA, DVI und HDMI auf. Die VGA- und HDMI-Buchsen sind zwar leicht zugänglich, aber der DVI-Anschluss befindet sich direkt hinter dem Bildschirmfuß, so dass man beim Versuch, das Kabel einzustecken, schon einmal einen Krampf in die Finger bekommen kann.

Das Onscreen-Display des Dell SP2309W ist einzigartig und kommt völlig ohne Beschriftungen aus: Ausgehend vom rechten, unteren Bildschirmrand befinden sich fünf kleine, übereinander angeordnete Tasten. Durch Drücken der blinkenden Taste aktiviert man das OSD, das sich direkt neben der Tastenleiste öffnet. Jede der fünf Tasten entspricht der jeweils auf der gleichen Höhe angegebenen Menüoption. Drückt man beispielsweise die Taste, die auf Höhe des OSD-Menüpunkts „Eingangsquelle“ liegt, öffnet sich ein Menü, um die Input-Quelle zu ändern. Sobald ein neues Menü aufgeht, ändern sich die Funktionen der Tasten dynamisch mit, und mit den oberen zwei Tasten kann man in dem neu angezeigten Menü nach oben oder unten navigieren. Es dauert zwar einige Minuten, bis man sich an diese Steuerung gewöhnt hat, aber dann dürften die meisten sogar noch begeisterter sein als vom OSD des S2409W, das ja auch bereits sehr beeindruckend war. Da die Tasten beleuchtet sind, sobald sie eine gewisse Funktion erfüllen, und da die Funktion direkt auf dem Bildschirm angezeigt wird, bereitet das Kalibrieren auch in dunklen Räumen nicht das geringste Problem. Das OSD-Menü umfasst die wichtigsten Optionen: Helligkeit, Kontrast und verschiedene Farbeinstellungen. Man kann zwischen sechs unterschiedlichen Voreinstellungen wählen (Standard, Multimedia, Spiele, Warm, Kalt und sRGB), und selbstverständlich lässt sich die Bildschirmeinstellung auch individuell konfigurieren. Bei den Voreinstellungen ändert sich abgesehen von der Farbbalance von Rot, Grün und Blau nichts, so dass es jeweils vom subjektiven Geschmack abhängt, inwiefern man an diesen Einstellungen Gefallen findet.

Das viel gepriesene 16:9-Seitenverhältnis des Dell SP2309W unterstützt sowohl eine native Auflösung von 2048 mal 1152 Pixel als auch die „Full HD“-Auflösung von 1920 x 1080 Pixel. Das ist eine interessante Vermarktungsvariante, denn ein 23-Zoll-Monitor mit 16:10-Format hätte mit 1920 x 1200 Pixel eine noch höhere native Auflösung, was etwas „mehr full“ erscheint. Allerdings steht Dell damit nicht alleine da. Immer mehr Monitorhersteller gehen vom 16:10-Format zum 16:9-Format über, da HD-Inhalte – insbesondere 1080p-Filme – auf einem 1920 mal 1080-Pixel-Bildschirm angezeigt werden können, ohne dass das Bild dabei verzerrt wird.

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