Auf Tiger folgt Leopard: Die wichtigsten Funktionen im Test


Das in Mac OS X 10.5 Leopard integrierte Apple Mail 3.0 ist sehr schnell eingerichtet, sofern man einen Account bei einem der vordefinierten Mail-Providern Apple .Net, AOL, Gmail oder Yahoo besitzt. In diesem Fall reichen Benutzer-Account und Password zur Konfiguration aus. Für allen anderen Provider müssen zusätzliche Eingaben (Servertyp, Ein- und Ausgangsserver) gemacht werden. Exchange-Server können wie bisher nur über das IMAP-Protokoll erreicht werden, sodass die Kalenderfunktion und Aufgaben mit anderen Exchange-Nutzern nicht gemeinsam genutzt werden können.

Dafür bietet Mail 3.0 ein anderes Highlight: Es erkennt in Nachrichten Adress- und Kontaktdaten sowie Terminvereinbarungen und pflegt diese Daten bei Bedarf in den Kalender oder das Adressbuch ein. Diese intelligente Datenerkennung spart in der Praxis jede Menge Zeit, da man die Datenfelder der Kontaktdatenbank wie Name, E-Mail, Adresse et cetera nicht einzeln ausfüllen muss. Gleiches gilt für den Kalender. Zudem glänzt Apple Mail 3.0 mit einer weiteren Funktion: Will man sich über den Standort eines Kontakts informieren, wird anhand der Adressdaten eine Verbindung zu Google-Maps aufgebaut und der genaue Standort dargestellt. Eine erneute Eingabe der Adressdaten ist dafür nicht notwendig.

Mac OS X 10.5 Leopard
Praktisch: Mail 3.0 erkennt Kontaktdaten und Termine. Bei Bedarf können diese im Adressbuch oder im Kalender abgespeichert werden.

Auch bei eingehenden Nachrichten mit Anhängen zeigt sich Apple Mail sehr leistungsfähig. Bilder, Word-, Excel oder PDF-Dokumente, die Bestandteil von Mails sind, zeigt das Mailprogramm an, ohne dass die jeweilige Applikation aktiv ist. Praktisch ist hierbei, dass zusätzliche Optionen angeboten werden. So lassen sich beispielsweise Bilder aus dem Mailprogramm heraus an das für die Bildverwaltung zuständige Programm – in diesem Fall Iphoto – senden. Beim nächsten Start von Iphoto stehen die Bilder dann in der Mediathek zur Verfügung. Sofern das Bildverarbeitungsprogramm nicht installiert ist, werden die Fotos bei Bedarf wie alle anderen Anhänge im Download-Verzeichnis abgespeichert.

Mac OS X 10.5 Leopard: Safari und Dashboard
Apple Mail 3.0 bietet über 30 Vorlagen für die Gestaltung von HTML-Mails.

Safari und Dashboard

In Verbindung mit Safari können in Mac OS X 10.5 Leopard einzelne Bestandteile und auch komplette Websites als Dashboard-Widget abgelegt werden.

Mac OS X 10.5 Leopard: Safari und Dashboard
Safari kann Inhalte von Webseiten als Dashboard-Widget abspeichern.

Das Multimedia-Präsentations-Werkzeug Front Row ist in Mac OS X 10.5 Leopard mit jener Oberfläche ausgestattet, die Apple erstmals beim Apple TV eingeführt hat. Ihre grundsätzlichen Funktionen wurden beibehalten. Allerdings kann der integrierte DVD-Player jetzt Filme so skalieren, dass kein schwarzer Rand mehr zu sehen ist. Außerdem ist Front Row jetzt eine eigenständige Applikation und kein Systemdienst. Dadurch lässt sich das Tool flexibler nutzen, da die Ausgabe nun nicht mehr auf den primären Bildschirm limitiert ist, was besonders beim Anschluss eine LCD-Fernsehers als zusätzliches Ausgabemedium von Vorteil ist.

Eingebaute Kindersicherung

Für Eltern, die den Zugriff ihrer Kinder auf das Internet, Programme und Daten sowie auf den Rechner generell begrenzen wollen, findet sich in Mac OS X 10.5 eine Kindersicherung. Das Tool erlaubt eine fein abgestufte Zugriffskontrolle, die sich auf das System, Inhalte, Mail und Ichat erstreckt. Ebenso lässt sich der Zugriff auf den Mac zeitlich limitieren. Zudem protokolliert die Kindersicherung das Nutzungsverhalten auf besuchten und blockierten Websites, von Programmen und Ichat.

Themenseiten: Apple, Betriebssystem, Mac

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Neueste Kommentare 

5 Kommentare zu Auf Tiger folgt Leopard: Die wichtigsten Funktionen im Test

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  • Am 28. Oktober 2007 um 18:33 von danny

    Features in der Bildergalerie
    1. Das Dock lies sich schon immer direkt skalieren
    2. Das Kontrollfeld "Sicherheit" ist auch nicht neu
    3. "Entfernte Verwaltung" ist einfach ne neue Übersetzung von "Remote Desktop", was auch schon so existierte

    • Am 30. Oktober 2007 um 12:46 von ZDNet Redaktion

      AW: Features in der Bildergalerie
      …für die Hinweise. Neu bei "Sicherheit" ist allerdings, dass man darüber die Firewall aktiviert. Dies war bisher nur unter "Netzwerk" möglich.

      Die Redaktion

  • Am 3. November 2007 um 14:13 von Michael Schneider

    Disaster
    Meine Hochachtung vor Ihren Redakteuren und deren Arbeit, aber die Videobeiträge sehen aus, wie aus der Hand einer Sonderschule.
    Ein guter Redakteur muss sich nicht zwangsläufig gut vor einer Kamera machen.
    Videobeiträge sollten generell von ausgebildeten Moderatoren geführt und geleitet werden.
    Ich habe eine Reihe von Videobeiträgen für das Internet mitentwickelt und kann ihnen nur den Rat geben, sich schnellstmöglich professionelle Hilfe zu holen um den guten Ruf von ZDnet nicht noch weiter zu beschädigen.

    Nochmals als Merksatz: Entweder einen ausgebildeten Moderator vor die Kamera setzen und ein ansprechendes Set entwickeln oder einfach nur noch sein lassen…

    Vielen Dank,

  • Am 3. November 2007 um 20:43 von Dirk Kuepper

    Wenn ihr wollt
    Wenn Ihr wollt, liebes ZDNet.de Team, mache ich Euch einen ordentlichen Film zu Mac OS 10.5. Nehmt einfach Kontakt auf.

  • Am 11. Januar 2008 um 16:02 von Clemens

    stack?
    wie soll das ding heißen? stack? gibts bei mir nicht, und wie funktioniert das beim coverflow in die bilder reinzuzoomen? kann man nicht mal eine liste machen mit den ganzen befehlen für die tollen tricks?

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